02.02.2026
Tarifrunde der Länder: Streiks zum Auftakt der 3. Verhandlungsrunde am 11.02.2026
In Berlin und Brandenburg rufen die Gewerkschaft GEW, IG BAU, ver.di und GdP am 11. Februar 2026 im Rahmen der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder zum Streik auf. Die Gewerkschaften verstärken damit zum Auftakt der 3. Verhandlungsrunde in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeber. In den zwei vorherigen Verhandlungsrunden hatten die öffentlichen Arbeitgeber kein konkretes Angebot gemacht. Für Empörung sorgten die Äußerungen aus dem Arbeitgeber-Lager, man könne sich eine Lohnerhöhung auf dem Niveau der Inflation plus „einen Schnaps oben drauf“ vorstellen.
Zum Streik aufgerufen werden in Berlin die Beschäftigten der Kita-Eigenbetriebe, der staatlichen Schulen, der Bezirksämter und nachgeordneten Einrichtungen, der Senatsverwaltungen und nachgeordneten Einrichtungen, der Feuerwehr, des Lette Vereins, des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, der Polizeidienststellen und der landeseignen Bühnen. In Berlin und Brandenburg werden die Beschäftigten der Hochschulen (inkl. studentischer Beschäftigten), sowie die Beschäftigten der jeweiligen Landesforstbetriebe aufgerufen. In Brandenburg gilt der Aufruf für die Beschäftigten der Landesministerien und ihrer nachgeordneten Einrichtungen sowie der Polizei.
„Schluss mit den Nebelkerzen! Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber sind weit von echter Wertschätzung entfernt. Eine stufengleiche Höhergruppierung bringt uns nichts, wenn sie als Vorwand genutzt wird, um den Arbeitsvorgang zu unseren Ungunsten zu manipulieren. Wir lassen uns nicht über den Tisch ziehen! Herr Dressel, wir erwarten Verhandlungen auf Augenhöhe – jetzt!“ GdP-Landeschriftführerin Beatrice Hsu
Im Rahmen des Streiks findet am 11. Februar ab 9:30 Uhr eine Demonstration vom Lustgarten Potsdam zu Verhandlungsort statt (Kongresshotel Potsdam, Am Luftschiffhafen). Dort findet ab 11:45 Uhr eine Abschlusskundgebung statt.
Unsere Forderungen:
- Erhöhung der Entgelte um 7 %, mindestens um 300 Euro
- Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 200 Euro
- Erhöhung aller Zeitzuschläge in § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozentpunkte
- Laufzeit: 12 Monate
- Zeit- und inhaltsgleiche Übernahme für den Beamtenbereich
Weitere Informationen
Benjamin Jendro
Abteilungsleitung und Pressesprecher
jendro@gdp-berlin.de
Mobil: +49 (0)151 11280361
Telefon +49 (0)30 210004-13
