28.04.2026
Hauptstadtpolizei bestmöglich gewappnet – Über 5.000 Einsatzkräfte sichern 1. Mai
Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Hauptstadtpolizei bestmöglich für den 1. Mai vorbereitet, spricht von einer Wundertüte und thematisiert erneut die hohe Belastung, die Berlins Polizistinnen und Polizisten nahezu dauerhaft ausgesetzt sind.
„Die Entwicklung rund um den 1. Mai geht in die richtige Richtung und unsere Kolleginnen und Kollegen haben da einen großen Anteil dran. Während wir als lernende Organisation Fehlerquellen minimieren, uns reflektieren und aus Einsatzerfahrungen die richtigen Schlüsse ziehen, findet die linksextremistische Szene in den letzten Jahren immer weniger Mitstreiter für Gewaltexzesse. So ist selbst die revolutionäre 18-Uhr-Demo mittlerweile in erster Linie ein Happening für alle möglichen Personenkreise, die wir aber auch nicht unterschätzen dürfen, weil sie sämtliche globale Themen zusammenbringen und selbst kaum wissen, mit wem sie da laufen und zu was sie bereit sind. Das macht das ganze zur echten Wundertüte. Wir sehen unsere Polizei bestmöglich aufgestellt, um auf alle dynamischen Lagen um das sehr heterogene Versammlungs- und Veranstaltungsgeschehen am Tag der Arbeit die richtigen Antworten zu finden, auch wenn unsere hochbelasteten Einsatzkräfte von einer Lage in die nächste rutschen und kaum noch zum Durchatmen kommen“, so GdP-Landeschef Stephan Weh am Mittwochmorgen. Die Polizei Berlin wird mit mehr als 5.000 Einsatzkräften am Tag unterwegs sein, bekommt Unterstützung aus zahlreichen Bundesländern. Neben der DGB-Aufmarsch am späten Vormittag zählen der Grunewald und vor allem die 18-Uhr-Demo zu den größeren Events. Letztere führt auch am Görli vorbei, bei dem die nächtliche Schließung rund um den 1. Mai aufgehoben wurde.
Weh weiter: „Das ist eine sehr gute Entscheidung, die eine Menge Drive herausnimmt, weil der Zaun das Symbol rechtsstaatlicher Einflussnahme ist – Ein Punkt, den Szenen ganz gern thematisieren und als Legitimation für Gewalt gegen meine Kolleginnen und Kollegen sehen. Trotz der Entwicklung in den letzten Jahren müssen wir wieder alles in den Dienst rufen, was verfügbar ist. Mein Dank gilt hier neben den eigenen Kolleginnen und Kollegen von Polizei und Feuerwehr auch den Unterstützungskräften, weil wir ihnen rund um den Tag inklusive vieler Überstunden alles abverlangen werden. Wir müssen die Sicherheit gewährleisten und haben nach wie vor ein Gewaltpotenzial auf unseren Straßen, bei dem wir die Kräfteanzahl leider nicht einfach so herunterschrauben können – wegen der Unberechenbarkeit sehr heterogener Gruppierungen, aber auch wegen den vielen Veranstaltungsorten, die abzudecken sind. Ich würde mir wünschen, dass wir irgendwann ohne verletzten Kollegen aus der Nacht gehen, denn dann können auch wir endlich von einem friedlichen 1. Mai sprechen.“
