jumpToMain
© GdP Berlin
GdP Berlin

21.05.2026

Alle 56 Sekunden ein Einsatz – Berliner Feuerwehr spult wieder Rekordprogramm ab 
Hauptstadtretter leisteten 2025 sagenhafte 558.293 Einsätze

Feuerwehr Pressemitteilung Info Stories

Berlin. Neues Jahr, neues Allzeithoch – Die Berliner Feuerwehr hat auch 2025 den Rekord für die Gesamteinsätze gebrochen und in unglaublichen 558.293 Einsätzen Menschen in der Hauptstadt aus brenzligen Situationen gerettet. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die auch die Interessen von einer vierstelligen Anzahl an Mitgliedern in der Feuerwehr vertritt, richtet lobende Worte an die Kolleginnen und Kollegen, weist auf die Bedeutung des neuen Rettungsdienstgesetzes und die Novellierung des Dienstrechts hin. Die GdP fordert eine offene Laufbahn bis A14 mit prüfungsfreiem Aufstieg sowie die dringend notwendige Bereitstellung von Finanzmitteln in den nächsten Haushaltsjahren und liefert eine Zahl, die das Ausmaß der steigenden Belastung deutlich machen.

„Jeder kann sehen, was wir Tag für Tag für ein extremes Programm abspulen. Jeder sieht, auf unsere Hauptstadtfeuerwehr ist Verlass, nunmehr seit 175 Jahren tagtäglich 24 Stunden und das nicht nur bei Unwettern oder saurer Milch im Kühlschrank. Meine Kolleginnen und Kollegen geben immer 112 Prozent und ich bin stolz darauf, Teil dieser Megatruppe zu sein. Die Schaffung der Notfallkategorien hat uns bei der Abarbeitung wirklich geholfen, das neue Rettungsdienstgesetz ist ein Meilenstein. Es schafft bessere rechtliche Möglichkeiten. Aber, wenn wir ehrlich sind, noch keine einzige Sekunde tatsächliche Entlastung auf der Straße. Wenn in den nächsten Jahren nicht konsequent bei Personal, Finanzierung und Versorgungsstrukturen nachgesteuert wird, werden wir weiterhin Vieles über die eigentlichen Grenzen hinaus leisten müssen, um unserem gesetzlichen Auftrag nachkommen zu können. Nach wie vor mangelt es zudem an ausreichend finanzieller Mittel für eine sichere und zuverlässige IT, um auch eine redundante Infrastruktur schaffen zu können“, so GdP-Vorstandsmitglied Mario Busch, der als Hauptbrandmeister mit Zulage bereits seit 2010 Bestandteil der Berliner Feuerwehr ist. 

Die nackten Zahlen zeigen den Anstieg, den der Gewerkschafter benennt. Insgesamt gingen 1.132.637 Notrufe bei der Feuerwehr ein, wodurch sich der Trend aus dem Vorjahr mit leicht sinkenden Zahlen zwar fortsetzte. Die Belastung der Leitstelle ist aber weiterhin extrem hoch und muss gesenkt werden. Aus den Anrufen resultierten 476.646 Einsätze im Rettungsdienst (+ 4,8 Prozent) und 49.489 in der Technischen Gefahrenabwehr (+ 7,7 Prozent), davon 10.539 Brandbekämpfungen (+ 8,2 Prozent). Ein Gesamtanstieg der Einsatzzahlen seit 2018 um rund 20 Prozent.

„Wir brauchen nach wie vor eine gemeinsame Krankentransportleitstelle, angeschlossen an die neue Leitstelle, da wir immer noch zahlreiche Nonsens-Einsätze fahren müssen, weil Menschen die Berliner Feuerwehr als günstige Taxi-Alternative sehen. Wir brauchen eine Entlastung im Rettungsdienst, weil wir uns weiterhin beim Brandschutz nackig machen. In diesem Kontext fordern wir ein echtes Logistikzentrum mit neuer Atemschutzwerkstatt, um für die offensichtlich steigenden Gefahren durch Einsätze in der Brandbekämpfung entsprechend ausgestattet und vorbereitet zu sein und um dem großen Land Berlin mit seinen vielen Herausforderungen endlich gerecht zu werden. Dabei reden wir auch über Kapazitäten in der Aus- und Fortbildung, die weiterhin viel zu kurz kommt“, so Busch. Abschließend äußerte sich der GdP-Mann zur wieder steigenden Gewalt gegen Einsatzkräfte. 2025 wurden 142 Angehörige der Berliner Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Dienst attackiert (+17,3 Prozent), 98 tätlich. „Wir sind Menschen, die sich tagtäglich für andere einsetzen – Das sollte Botschaft genug sein“.

Weitere Informationen

Benjamin Jendro

Abteilungsleitung und Pressesprecher

jendro@gdp-berlin.de

Mobil: +49 (0)151 11280361

Telefon +49 (0)30 210004-13