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GdP Berlin

05.07.2026

Personal fehlt an allen Enden – GdP fordert Kürzung des Aufsteigerstudiums

Stories Info Pressemitteilung

Berlin. Immer wieder legt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Finger in die Wunde und macht öffentlich auf die großen Personalprobleme der Hauptstadtpolizei aufmerksam. So fehle es auch aufgrund stetig wachsender Aufgaben in vielen Bereichen an Kolleginnen und Kollegen. Mit Blick auf das Polizei-Studium an der HWR bringt die GdP jetzt eine Forderung auf den Plan, mit welcher man dringend benötigte Personalkapazitäten freibekommen und so Dienstbereiche entlasten würde.

„Wir reden bei unserem Aufstiegsstudium über fertige Polizistinnen und Polizisten, die ihre Fähigkeiten auf ihren Dienststellen bereits jahrelang bewiesen haben und die wir dennoch drei Jahre zum Studium schicken, um noch mehr Kompetenzen zu entwickeln. Das mag alles seine Berechtigung haben, aber nicht jeder Bestandteil des Studiums bringt uns wirklich voran. Wir sprechen hier über bereits hervorragend ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, die wir dann nochmal in Kursen Gesetzesgrundlagen durchkauen lassen, die sie schon tagtäglich auf Berlins Straßen professionell angewandt haben. Selbst, wenn wir hier über Führungskompetenzen reden, schaffen wir das auch schneller – Das würde in maximal zwei statt drei Jahren gehen, die HWR würde das schaffen“, so GdP-Landeschef Stephan Weh.

Jedes Semester beginnen neben komplett neuen Nachwuchskräften auch so genannte Aufsteiger, die bis dahin im mittleren Dienst (mD) ausgebildet und als Polizeiobermeisterinnen und -obermeister bereits Dienst versehen haben, das dreijährige Studium des gehobenen Dienstes (gD) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Aktuell umfasst das genau 185 Studierende, im Schnitt demnach 30 pro Semester, 60 im Jahr. „Mit unserem Vorschlag liefern wir eine Idee, um das unglaubliche Personaldefizit etwas zu mildern. Damit lösen wir nicht alle Probleme, aber eine Verkürzung des Aufstiegsstudiums auf höchstens zwei Jahre würde mal eben Personal für zwei komplette Dienstgruppen freimachen, um polizeiliche Kernaufgaben in der Stadt stemmen zu können“, so Weh.

Weitere Informationen

Benjamin Jendro

Abteilungsleitung und Pressesprecher

jendro@gdp-berlin.de

Mobil: +49 (0)151 11280361

Telefon +49 (0)30 210004-13