jumpToMain
© © GdP Bremen
© GdP Bremen

04.02.2026

Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder – Zentraler Streiktag in Niedersachsen und Bremen

Vor der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder am 11./12.02.2026 rufen die ÖD-Gewerkschaften Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am 10. Februar zu ganztägigen Warnstreiks auf.

Betroffen vom Warnstreik sind in Bremen alle im ÖD und vom Tarifvertrag der Länder betroffenen Beschäftigten in den Verwaltungen, polizeilichen Verwaltungen, senatori-schen Dienststellen (hier besonders die Bildungs- und Sozialbehörde), im gesamten Bil-dungsbereich (an Schulen, Hochschul- und Forschungsbereich, Weiterbildungseinrich-tungen), viele freie Träger der sozialen Dienste (z.B. ASB, AWO, Hans-Wendt-Stiftung, Caritas Erziehungshilfe …) sowie in Niedersachsen alle Niedersächsischen Landesbehörden.

Ablauf Warnstreik am 10. Februar 2026 in Bremen

09:00 Sammeln Bürgerweide Bremen

09:30 Statements von betroffenen Beschäftigten

10:00 Kundgebung mit:

Nils Winter, GdP-Landesvorsitzender

Silvia Bühler, ver.di Bundesvorstand

Doreen Siebernik, GEW-Hauptvorstand

10:30 Start der der Demonstration über Gustav-Deetjen-Allee, Gustav-Detjen- Tunnel, Rembertiring, Breitenweg, Contrescarpe, Rudolf-Hilferding-Platz

11:45 Abschlusskundgebung Senatorische Behörde für Finanzen, Rudolf-Hilferding-Platz

Die bisherigen Verhandlungen zwischen der Verhandlungsführung ver.di und der Tarifgemeinschaft der Länder waren ergebnislos. Markus Westermann, ver.di Geschäftsführer: „Das Verhalten des öffentlichen Arbeitgebers ist unerträglich. Ein Minimum wäre es gewesen, zur zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorzulegen. Wertschätzung gegenüber den eigenen Beschäftigten sieht anders aus. Attraktive Arbeitsbedingungen, sei es im öffentlichen Dienst als auch bei den Freien Trägern, bedingen auch einen attraktiven Lohn!“

Ramona Seeger (GEW) ergänzt: „Geld ist in diesem Land genug vorhanden. Es ist nur falsch verteilt. Gerade im Bereich der Bildung sind es nicht die Kolleg*innen, die diesen Bildungs- und Betreuungsnotstand zu verantworten haben, sondern eine Poli-tik, die diesen Personalmangel sehenden Auges herbeigeführt hat. Entweder es wird jetzt in Bildung, und zwar in Köpfe und Bauten investiert – oder man akzeptiert die zu-nehmende Spaltung der Gesellschaft aufgrund ungleicher Zugänge zu Bildung.“

Oliver Thies (GdP) sagt dazu folgendes: „Der bestehende Personalmangel und die damit einhergehende Überlastung der Kolleginnen und Kollegen ist von der Politik verursacht. Ein Angebot in der zweiten Verhandlungsrunde wäre ein Zeichen von 

Wertschätzung gewesen, dieses Zeitspiel hilft niemandem! Wir erwarten direkt zu Beginn der dritten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite.“

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet nun am 11./12. Februar 2026 statt.

Die Verhandlungsführung ver.di fordert für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten, darunter 925.000 Tarifbeschäftigte, im öffentlichen Dienst der Länder (alle Zahlen ohne Hessen) sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert.

Für Studentische Beschäftigte erwarten die Gewerkschaften ein Ende der Tarifflucht. Sie sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darüber hinaus fordern die Gewerkschaften die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

Weitere Informationen

© GdP
GdP
© GdP
GdP