18.04.2026
Gewaltausbrüche beim Nord-Derby: Konsequenzen und klare Haltung gefordert
Die jüngsten Vorfälle rund um das Nord-Derby zwischen Werder Bremen und Hamburger SV haben für große Besorgnis gesorgt. Pyrotechnische Geschosse aus dem Gästeblock, die bis in andere Stadionbereiche sowie über das Spielfeld hinweg in Richtung der Spieler flogen, stellen eine massive Gefährdung für alle Beteiligten dar. Nur durch großes Glück wurde bei diesen gefährlichen Aktionen niemand verletzt.
Darüber hinaus kam es zu erheblichen Sachbeschädigungen im Stadion. Unter anderem wurde eine Toilettenanlage in Brand gesetzt und Inventar mutwillig zerstört. Diese Vorfälle unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Lage und die Notwendigkeit eines konsequenten Vorgehens gegen gewaltbereite Personen.
„Gewalttäter haben bei Sportveranstaltungen nichts zu suchen. Sie stellen für Vereine, friedliche Fans sowie die eingesetzten Polizeikräfte eine erhebliche Gefahr dar“, erklärte der GdP-Landesvorsitzende Nils Winter. Die starke Polizeipräsenz sowie das umgesetzte Sicherheitskonzept hätten maßgeblich dazu beigetragen, eine weitere Eskalation zu verhindern. Die professionelle Arbeit der Einsatzkräfte verdient ausdrücklich Anerkennung.
Gleichzeitig sei es nun an der Zeit, dass sich die große Mehrheit der friedlichen Fans klar und unmissverständlich von den wenigen gewaltbereiten Personen distanziert. Fußball müsse ein Ort der Gemeinschaft und nicht der Gewalt sein.
Auch die finanzielle Verantwortung steht im Fokus der Diskussion: Die zusätzlichen Polizeikosten für Hochrisikospiele dürften nicht allein von einzelnen Vereinen getragen werden. Vielmehr sei die Deutsche Fußball Liga (DFL) gefordert, eine gerechte und verbindliche Kostenverteilung auf alle beteiligten Vereine sicherzustellen. Insbesondere bei Spielen wie dem Nord-Derby müsse auch der Gastverein angemessen beteiligt werden.
Zugleich wurde betont, dass die vom Land Bremen erhobenen Kosten zweckgebunden eingesetzt werden müssen und nicht zur Deckung allgemeiner Haushaltsdefizite dienen dürfen. Die Mittel müssten gezielt den Sicherheitskräften zugutekommen, die unter schwierigen Bedingungen für Ordnung sorgen.
Die Ereignisse rund um das Nord-Derby machen deutlich: Konsequentes Handeln, klare Verantwortlichkeiten und ein gemeinsames Bekenntnis gegen Gewalt sind unerlässlich, um die Sicherheit im Fußball dauerhaft zu gewährleisten.
Den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten gilt unser großer Dank. Gerade vor diesem Hintergrund sehen wir die geplante unentgeltliche Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit äußerst kritisch. Die Einsatzkräfte müssen körperlich und mental fit bleiben, um in hochriskanten Situationen besonnen und sicher handeln zu können. Überlastung darf kein zusätzlicher Risikofaktor werden.Nils Winter, Landesvorsitzender
