31.03.2026
Zunehmende Schusswaffengewalt in Bremen bereitet große Sorge
Die jüngsten fünf Schussabgaben innerhalb eines Monats in Bremen, bei denen tragischerweise ein Mensch ums Leben gekommen ist, geben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) – Landesbezirk Bremen – Anlass zu großer Besorgnis.
Diese Entwicklung verdeutlicht in alarmierender Weise, dass die Verfügbarkeit von Schusswaffen ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem darstellt. Die Häufung der Vorfälle innerhalb so kurzer Zeit lässt auf eine besorgniserregende Dynamik schließen, die nicht unbeachtet bleiben darf.
Die Gewerkschaft der Polizei sieht hierin einen klaren Handlungsauftrag an Politik und Sicherheitsbehörden. Es bedarf entschlossener Maßnahmen, um die Verbreitung illegaler Waffen einzudämmen und die öffentliche Sicherheit nachhaltig zu stärken.
Für die Gewerkschaft steht zudem fest, dass die Polizistinnen und Polizisten bestmöglich ausgestattet sein müssen, um solchen gefährlichen Einsatzlagen professionell und sicher begegnen zu können. Gleichzeitig ist die Politik aufgefordert, für ausreichend Personal sowie moderne technische Mittel zu sorgen, damit Straftaten schneller aufgeklärt und Täter konsequent verfolgt werden können.
Gerade vor diesem Hintergrund wird eine unentgeltliche Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit kritisch gesehen. Polizistinnen und Polizisten müssen körperlich und mental fit bleiben, um in hochriskanten Situationen besonnen und handlungssicher agieren zu können. Überlastung darf kein zusätzlicher Risikofaktor werden.
Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft eine spürbare Erhöhung der Polizeizulage. Bremen bildet im Bundesvergleich aktuell das Schlusslicht bei der Höhe dieser Zulage, die als Ausgleich für besondere Belastungen und Erschwernisse im Polizeidienst gezahlt wird.
Die Gewerkschaft der Polizei – Landesbezirk Bremen – fordert daher eine verstärkte Schwerpunktsetzung auf die Bekämpfung der Waffenkriminalität sowie eine nachhaltige Stärkung der personellen und materiellen Ausstattung der Polizei.
Die aktuelle Lage zeigt deutlich, dass wir konsequent gegen den illegalen Waffenbesitz vorgehen müssen. Nur durch verstärkte Kontrollen, präventive Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit aller zuständigen Stellen können wir dieser Entwicklung wirksam begegnen.GdP-Landesvorsitzender Nils Winter
