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01.06.2026

Polizeigewerkschaften: Internationale Vernetzung schreitet voran

EU.Pol Europa

Einen freundschaftlichen Arbeitsbesuch mit ein wenig mediterranem Flair absolvierten der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke, GBV-Mitglied Sibylle Krause und Saarlands GdP-Chef Andreas Rinnert Ende Mai. Die Einladung der Nationalen Polizeigewerkschaft Kroatiens (NSP-MUP) führte nach Tučepi, gelegen zwischen Split und Dubrovnik. Der länderübergreifende Austausch knüpfte an einen Berliner Besuch der kroatischen Kolleginnen und Kollegen im vergangenen Jahr an, der im Rahmen eines EU-geförderten Studienprojekts stattfand. Seitdem bestehen feste, vertrauensvolle Bande zwischen beiden Organisationen. Die GdP hatte der NSP-MUP auch den Weg zu EU.Pol eröffnet.

Der Besuch der GdP-Delegation fiel nicht zufällig auf den Termin des traditionellen jährlichen Gewerkschaftstreffens der NSP-MUP – für die deutschen Gewerkschaftsspitzen eine hervorragende Ausgangsposition, um die Zusammenarbeit im Rahmen von EU.Pol, das wechselseitige gewerkschaftliche Verständnis sowie gemeinsame Interessen im europäischen Kontext zu vertiefen. Was gelingen sollte, denn die Konferenz stand unter dem Motto: Stärkung der Einheit, der internationalen Zusammenarbeit und der Zukunft der Gewerkschaftsarbeit. Somit ein klares Signal, über die eigenen polizeilichen und gewerkschaftspolitischen Grenzen hinauszugehen.

Erstmalig waren Vertreter europäischer Polizeigewerkschaften, gleichsam Mitglieder von EU.Pol, der Dachorganisation der Polizeigewerkschaften innerhalb der Europäischen Union, bei einem Jahrestreffen der NSP-MUP eingeladen. Neben der deutschen Delegation um EU.Pol-Präsdident Kopelke kamen auch Joan Bueno, Generalsekretär der katalanischen Polizeigewerkschaft Sindicat de Policies de Catalunya (SPC) und Rui Neves, Vizepräsident der portugiesischen Polizeigewerkschaft Sindicato Independente dos Agentes de Polícia (SIAP), mit den kroatischen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch. Dabei standen der Erfahrungsaustausch über die Stellung von Polizeibeamten, die gewerkschaftlichen Organisationen und die Herausforderungen der Polizeigewerkschaften Europas im Vordergrund.

Ausführlich erörtert wurden die Nutzung sozialer Medien in der Gewerkschaftsarbeit, der Aufbau eines europäischen Netzwerks für Frauenrechte sowie einer Jungendsparte innerhalb der NSP, künftige gemeinsame Projekte und Gewerkschaftsaktivitäten sowie die Fortschreibung der internationalen Vernetzung und Zusammenarbeit der europäischen Polizeigewerkschaften.

Insbesondere letzterer Punkt wurde beim „Internationalen Treffen für Partnerschaft und Vernetzung von Polizeigewerkschaften“ dick unterstrichen. Die Wortführer: NSP-Präsident Bono Tomašević und EU.Pol-Präsident Kopelke. Sie gaben Auskunft über die Aktivitäten ihrer jeweiligen Organisationen und warben intensiv für eine bessere internationale Zusammenarbeit zwischen Polizeigewerkschaften. Hervorgehoben wurde ebenso die Bedeutung des europäischen DIGITAS-Projekts. Dieses EU-Finanzierungsprogramm mit einem Volumen von rund 8,1 Milliarden Euro zielt auf den Ausbau digitaler Schlüsseltechnologien, darunter Cybersicherheit, und die Förderung der digitalen Transformation für Unternehmen und Verwaltungen. Darin eingeschlossen sind auch Institutionen wie Polizeigewerkschaften, deren digitale gewerkschaftliche Aktivitäten und die Modernisierung von Kommunikationsmitteln und Kanälen.

EU.Pol-Präsident und GdP-Chef Kopelke zog eine äußerst positive Bilanz: „In Europa unterstützen sich Polizeigewerkschaften gegenseitig, weil wir uns gemeinsam auf europäischer Ebene für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Polizistinnen und Polizisten in Kroatien leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit in ganz Europa. Ihre Arbeit schützt eine große Zahl von Menschen in einem erfolgreichen Land. Ihre Geschichte ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie wichtig Solidarität und Mut sind.“

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„Polizistinnen und Polizisten in Kroatien leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit in ganz Europa. Ihre Arbeit schützt eine große Zahl von Menschen in einem erfolgreichen Land. Ihre Geschichte ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie wichtig Solidarität und Mut sind.“
EU.Pol-Präsident Jochen Kopelke zu NSP-Präsident Bono Tomašević.

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„Familienfoto“ der Teilnehmenden. GdP
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Digitale Themen nahmen einen besonderen Schwerpunkt der Erörterungen ein. GdP