28.09.2026
Fast-Lane zur Fachkräftegewinnung darf nicht auf den Rücken der Beschäftigten entstehen
Der Senat und die Handelskammer haben sich auf eine „Fast Lane für Fachkräfte“ geeinigt. Dafür soll
eine Beratungsstelle des Migrationsamtes direkt bei der Handelskammer eröffnet werden, um diese
Vorgänge vorrangig zu bearbeiten.
Vom Senat wurden hierfür vier zusätzliche Stellen beim Migrationsamt bewilligt. Dem gegenüber steht aber auch der vom Senat beschlossene Personalabbau von 1,45 Prozent, welcher auch das Migrationsamt betrifft. Damit würden lediglich Stellen auf dem Papier verschoben. Anstatt einer echten personellen Verstärkung droht damit eine weitere Belastung der ohnehin schon überlasteten Belegschaft.
„Ein Amt, das seit Jahren an seinen Grenzen angekommen ist, kann man nicht mit
Personaleinsparungen belasten und gleichzeitig neue Aufgaben zuweisen. Vier zusätzliche Stellen sind ein erster Schritt um die Fast-Lane in Betrieb zu nehmen, reichen aber nicht aus, um die Belegschaft zu entlasten und Bearbeitungsrückstände abzubauen“, so Denis Geger, Fachgruppenvorsitzender der Fachgruppe Verwaltungspolizei bei der GdP Bremen.
Egal ob Einbürgerungsverfahren oder Verlängerungen von Aufenthaltstiteln, überall beim Migrationsamt warten die Bremerinnen und Bremer sehr lange auf Entscheidungen. Das setzt sie einer gewissen Unsicherheit aus. Diesen Druck spüren natürlich auch die Beschäftigten.
Als GdP Bremen fordern wir daher, dass die Beschäftigten im Migrationsamt endlich mehr
Unterstützung erhalten. Die technische Ausstattung und ein veraltetes Fachverfahren erschweren die elektronische Bearbeitung zusätzlich und kosten viel Zeit.
Darüber hinaus muss der Senat dringend Lösungen finden, um die Bearbeitungsrückstände effizient abzubauen. Für die Beschäftigten wie auch für die Bürgerinnen und Bürger ist der aktuelle Zustand nicht länger hinnehmbar.
„Wir werden uns weiterhin für die Belange der Kolleginnen und Kollegen im Migrationsamt einsetzen. Bisher wurden von der Behörde viele Versuche unternommen, um die Arbeitseffizienz zu steigern, doch aufgrund der immer größeren Arbeitsmenge bleiben messbare Erfolge aus und das muss sich endlich ändern“, fordert Geger mit Blick auf die Pläne des Senats.
