18.10.2026
GdP verurteilt Gewalt gegen Polizei in Frankreich
Nach schweren Ausschreitungen bei landesweiten Protesten in Frankreich hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Gewalt gegen Polizeibeschäftigte scharf verurteilt. Nach Regierungsangaben wurden allein am Samstag 150 Polizistinnen und Polizisten verletzt und rund 1.200 Menschen festgenommen.
In mehreren Städten kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte, Plünderungen und Brandstiftungen; in Limoges brannte das historische Rathaus.
„150 verletzte Kolleginnen und Kollegen an einem Tag sind ein erschütterndes Zeichen. Wer Polizistinnen und Polizisten mit Steinen und Brandsätzen angreift, riskiert bewusst schwerste Verletzungen und den Tod von Menschen. Das ist kein Protest, sondern brutale Gewalt gegen Menschen, die unsere Demokratie schützen. Unsere volle Solidarität gilt den französischen Kolleginnen und Kollegen“, erklärt GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke.
Die GdP warnt ausdrücklich davor, dass sich die Gewalt nach Deutschland ausweiten könnte. „Was in Frankreich auf der Straße passiert, darf sich nicht zu einem Vorbild für gewaltbereite Gruppen in Europa entwickeln. Extremisten, die Polizistinnen und Polizisten angreifen, kämpfen nicht für Freiheit – sie kämpfen gegen die Menschen, die unsere Bevölkerung schützen. Deutschland muss sich frühzeitig schützen, bevor solche Bilder auch hier Realität werden“, warnt Kopelke.
Zugleich betont die GdP: Friedliche Demonstrationen für bessere Lebensbedingungen verdienen Schutz. „Wer aber Polizeikräfte jagt, Gebäude anzündet oder plündert, überschreitet jede Grenze. Protest darf niemals als Deckmantel für organisierte Gewalt dienen“, so Kopelke.
Die GdP fordert deshalb engere Zusammenarbeit der europäischen Sicherheitsbehörden, ein entschlossenes Vorgehen gegen grenzüberschreitend agierende gewaltbereite Netzwerke sowie politischen Rückhalt und bedingungslosen Schutz für die Polizei. „Wer Polizeibeschäftigte angreift, greift Sicherheit, Freiheit und demokratische Grundrechte an. Der Rechtsstaat muss seine Beschäftigten schützen und konsequent gegen Gewalttäter vorgehen“, erklärt Kopelke.
"„Wer aber Polizeikräfte jagt, Gebäude anzündet oder plündert, überschreitet jede Grenze. Protest darf niemals als Deckmantel für organisierte Gewalt dienen.“Jochen Kopelke, GdP-Bundesvorsitzender
