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GdP Bremen

22.01.2026

Senioren der GdP Bremen im Austausch mit der Politik: Tiefgang statt Oberflächlichkeit

Seniorengruppe

Die jüngste Mitgliederversammlung der GdP-Seniorengruppe in Bremen war mehr als nur ein Routine-Treffen. Mit Nelson Janßen, dem Fraktionsvorsitzenden der Linken in der Bremischen Bürgerschaft, stand ein Gast Rede und Antwort, der sich nicht vor schwierigen Themen drückte.

Zwischen Klartext und gegenseitigem Respekt

Die anschließende inhaltliche Diskussion lässt sich am besten als kontrovers, polarisierend und eindringlich beschreiben. Dabei blieb der Austausch stets schonungslos in der Sache, aber bemerkenswert respektvoll und offen im Umgang miteinander. Es ging nicht um Provokation, sondern um eine ehrliche Bestandsaufnahme der aktuellen Lage.

Die Themen: Ein breites Spektrum an Baustellen

Die Agenda war dicht und die Themen für unsere Mitglieder von existenzieller Bedeutung. Diskutiert wurden unter anderem:

  • Struktur & Personal: Das bisher nicht beschlossene Polizeigesetz, die kritische Personalstärke sowie die aktuelle Einstellungssituation.
  • Recht & Besoldung: Die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und die enttäuschende Verweigerung von Musterklagevereinbarungen in besoldungsrechtlichen Fragen.
  • Finanzen: Die generelle Haushaltslage Bremens und deren Auswirkungen auf die innere Sicherheit.

Fokus auf die Belange der Ruhestandsbeamten

Besonders intensiv wurde es bei den Themen, die den Alltag und die Wertschätzung unserer Kolleginnen und Kollegen direkt betreffen. Die Einführung der 41-Stunden-Woche, die Anhebung der Polizeizulage sowie die oft mangelhaften Leistungen der Beihilfe sorgten für Gesprächsstoff.

Ein kritischer Punkt blieb die Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage. Nelson Janßen mochte hier keine verbindliche Zusage geben, stellte jedoch klar, dass er sich einer entsprechenden Entwicklung auch nicht aktiv in den Weg stellen würde – ein ehrliches Statement, das die Komplexität der parlamentarischen Abstimmungen widerspiegelt.

Fazit: Ein Nachmittag, der gezeigt hat, dass Demokratie vom direkten, auch harten Dialog lebt. Wir bleiben dran und werden die Politik weiterhin an ihren Aussagen messen.