02.03.2026
Häusliche Gewalt
Positionspapier
Die Frauengruppe (Bund) der GdP setzt sich seit einigen Jahrzehnten im Kampf gegen Häusliche Gewalt ein. Das Thema nimmt an Brisanz zu und dies nicht nur in Deutschland.
Spätestens seit der Istanbul-Konvention ist das Thema europaweit in den Fokus gerückt. Die Corona-Pandemie und die geopolitischen Krisen seit 2020 haben einmal mehr deutlich gemacht, wie stark unsere Arbeit von unkalkulierbaren, äußeren
Einflüssen geprägt sind. Nachweislich haben die Zahlen der Häuslichen Gewalt u. a. durch die geopolitischen Krisen und der Erweiterung des Stalkingparagrafen im Strafgesetzbuch massiv zugenommen. Es ist besonders wichtig, dass gerade die Polizei verlässlich, klar strukturiert und einheitlich im Kampf gegen Häusliche Gewalt aufgestellt ist. Dies ist nur möglich, wenn Polizeibedienstete bundeseinheitlich zu dieser Thematik gut ausgebildet und ständig weitergebildet werden. Genauso wichtig
ist es, dem Themenfeld die nötige dienstliche Anerkennung und Wertschätzung zu geben.
Positiv herauszustellen ist des Weiteren, dass das Thema durch die zunehmende mediale Berichterstattung gesellschaftlich stärker beachtet wird. Im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in jeglicher Form sind alle gefordert, neben Politik und staatlichen Behörden (Justiz, Sicherheitsapparat
u. a.) insbesondere die Zivilgesellschaft. Hinschauen,
helfen, gesellschaftlich Verantwortung übernehmen, daran appellieren wir.
