21.01.2026
Einführung der Polizei-Einsatz-App „resQnect“
Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt (GdP Sachsen-Anhalt) bewertet die Einführung der Polizei-Einsatz-App „resQnect“ als wichtigen und positiven Schritt zur weiteren Modernisierung der Polizeiarbeit
Die landesweite Einführung nach erfolgreicher Pilotphase im Bereich der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau stärkt die Leistungsfähigkeit und erhöht die Effizienz des Einsatz- und Streifendienstes. Gleichzeitig macht die GdP Sachsen-Anhalt deutlich: Für eine umfassende Optimierung der Polizeiarbeit sind weitere konsequente Verbesserungen nötig – insbesondere im Bereich der Digitalisierung sowie bei der allgemeinen Ausstattung mit Führungs- und Einsatzmitteln.
Nancy Emmel, Landesvorsitzende der GdP Sachsen-Anhalt, erklärt:
„Mit der Einführung von „resQnect“ gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, digitalen Polizei. Die App verbessert die Kommunikation, vereinfacht Prozesse und trägt unmittelbar dazu bei, dass Entscheidungen in dynamischen Einsatzlagen schneller und sicherer getroffen werden können. Das ist ein echter Gewinn für unsere Kolleginnen und Kollegen im Dienst. Gleichzeitig müssen wir aber darauf achten, dass dieser Fortschritt nicht stehen bleibt. Digitalisierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess, den das Land dauerhaft und verlässlich fördern muss.“ Die App bietet eine moderne, mobile Schnittstelle zur Kommunikation zwischen Einsatzkräften und den Lage- und Führungszentren bzw. Einsatzführungsstellen der Landespolizei. Die enge Zusammenarbeit mit Praktikern aus dem Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS-Bereich) ist ausdrücklich zu begrüßen, denn nur praxisnahe Lösungen sichern eine wirkungsvolle Nutzung im täglichen Dienst. Die Möglichkeit, Informationen zeitnah zu bündeln, Lagebilder zu erstellen und Entscheidungen auch in komplexen Einsatzlagen schnell und sicher zu treffen, entspricht den Anforderungen einer zukunftsorientierten Polizeiarbeit. Gleichzeitig mahnt die GdP Sachsen-Anhalt an, dass Modernisierung kein Abschluss, sondern eine Daueraufgabe ist. Um die volle Leistungsfähigkeit der Landespolizei Sachsen-Anhalt sicherzustellen, bedarf es:
- einer konsequenten Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur: Stabile Netze, sichere Datenverarbeitung und nahtlose Integrationen mit bestehenden Systemen müssen dauerhaft
gewährleistet sein. - einer flächendeckenden Ausstattung mit Führungs- und Einsatzmitteln: Neben der Anzahl der
eingesetzten Smartphones braucht es robuste Endgeräte, verlässliche Kommunikationswege
und effiziente Software-Schnittstellen. - umfassender Schulung und Begleitung der Einsatzkräfte: Digitale Werkzeuge müssen praxisnah vermittelt, regelmäßig aktualisiert und in den Arbeitsalltag integriert werden.
- einer verstärkten Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen: Rückmeldungen aus der Praxis
sind unverzichtbar, um Nutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Akzeptanz sicherzustellen
Nancy Emmel betont abschließend:
„Unsere Landespolizei ist bereit, die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten – aber sie braucht dafür die
notwendige Unterstützung. Nur durch kontinuierliche Investitionen in moderne Technik, funktionierende Infrastruktur und sichere Systeme können wir die Sicherheit der Bevölkerung und unserer Kolleginnen und Kollegen nachhaltig gewährleisten.“
Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt befürwortet ausdrücklich den eingeschlagenen Weg der Digitalisierung, fordert aber die konsequente Fortsetzung dieser Entwicklung. Die Einführung von „resQnect“ darf nicht den Blick auf die nächsten Schritte verstellen, sondern muss als Ausgangspunkt einer umfassenden, modernen Digitalstrategie für die Polizei Sachsen-Anhalt verstanden werden.
Der Landesvorstand
