05.03.2026
Unsicherheit bei Encro-Ermittlern – GdP fordert Entfristung
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine klare Perspektive für jene Kolleginnen und Kollegen, die im Zuge der sogenannten Encro-Drucksache für die Auswertung der EncroChat-Daten und die Bearbeitung der daraus entstandenen Ermittlungsverfahren eingestellt wurden.
Nach Informationen der GdP läuft die entsprechende Drucksache zum Ende dieses Jahres aus. Damit stellt sich für zahlreiche Beschäftigte die Frage, wie es anschließend beruflich für sie weitergeht.
„Diese Kolleginnen und Kollegen haben in den vergangenen Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität geleistet“, sagt Horst Niens, Landesvorsitzender der GdP Hamburg. „Ihre Arbeit hat zu wichtigen Ermittlungserfolgen geführt. Umso wichtiger ist jetzt eine klare Perspektive.“
Nach Ansicht der Gewerkschaft wäre es ein falsches Signal, wenn ausgerechnet diejenigen, die komplexe Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität erfolgreich vorangetrieben haben, nun vor einer ungewissen Zukunft stünden.
Ziel sei es, für die betroffenen Beschäftigten Planungssicherheit und eine langfristige Perspektive zu schaffen.
Die GdP fordert daher, die Verträge der betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu entfristen und frühzeitig Transparenz über die weitere Personalplanung herzustellen.
„Die Bekämpfung organisierter Kriminalität ist keine kurzfristige Aufgabe. Wir brauchen dauerhaft erfahrene Ermittlerinnen und Ermittler – und keine befristeten Perspektiven.“Horst Niens, Landesvorsitzender GdP Hamburg
