03.10.2026
Wenn Schüsse im Alltag ankommen: GdP fordert mehr Kontrolldruck
Aktuelles Lagebild zu Schusswaffen und gezielte behördenübergreifende Gewerbekontrollen gefordert
Hamburg.
Schüsse auf Menschen, einen besetzten Linienbus und Pkw, auf Wohnhäuser und zuletzt auf eine Shishabar an der Grindelallee: Eine Presseschau der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hamburg zeigt seit Ende August mindestens neun öffentlich bekannt gewordene Vorfälle, bei denen Schüsse abgegeben wurden.
Lars Osburg, Landesvorsitzender der GdP Hamburg: „Schüsse auf Busse, Autos, Wohnungen und Lokale dürfen nicht zur neuen Normalität werden. Das trifft nicht nur irgendwelche Milieus – es erreicht den Alltag der Menschen in unserer Stadt.“
Die GdP fordert deshalb ein aktuelles Lagebild: Wie häufig werden scharfe Waffen eingesetzt? Woher kommen sie? Welche Verbindungen bestehen zu kriminellen Netzwerken und Auftragstaten?
Gleichzeitig fordert die GdP mehr behördenübergreifenden Kontrolldruck. Wo Erkenntnisse über kriminelle Strukturen vorliegen, müssen die vorhandenen Möglichkeiten konsequent gebündelt werden – von Polizei und Bezirksämtern bis hin zu Zoll und Finanzbehörden. Gezielte Gewerbekontrollen können dabei helfen, Strukturen aufzudecken und ihnen wirtschaftlich den Boden zu entziehen.
mehr behördenübergreifenden Kontrolldruck ist zwingend erforderlich!
Die GdP warnt zugleich davor, unterschiedliche Schusswaffentaten ohne Ermittlungserkenntnisse miteinander zu verbinden. Die Verdichtung der vergangenen Wochen ist aber Anlass genug, genauer hinzusehen und vorhandene Kontrollmöglichkeiten konsequent auszuschöpfen.
„Wer mit Gewalt Geschäfte macht, darf sich hinter keinem Gewerbeschild verstecken können. Polizei, Bezirksämter, Zoll und Finanzbehörden müssen dort gemeinsam Druck machen, wo es konkrete Erkenntnisse gibt. Ermittlungsdruck und Kontrolldruck gehören zusammen.“Lars Osburg, Landesvorsitzender GdP Hamburg
