31.10.2026
Das hatte mit Halloween nichts mehr zu tun!
Lars Osburg, Landesvorsitzender der GdP Hamburg zu den Ausschreitungen in der Halloween-Nacht in Hamburg: zwölf verletzte Polizeikräfte, Angriffe mit Pyrotechnik und Brände in mehreren Stadtteilen
„Zwölf verletzte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, Angriffe mit Pyrotechnik, brennende Fahrzeuge und Müllcontainer: Was wir in dieser Nacht erlebt haben, hatte mit Halloween nichts mehr zu tun.
Schon während der Demonstration wurden Böller auf Einsatzkräfte geworfen. Innerhalb der Versammlung wurde ein Feuer entzündet. Diese Demonstration suchte die Auseinandersetzung mit der Polizei.
Da waren Menschen unterwegs, die ganz offensichtlich die Konfrontation gesucht haben. Und da waren Jugendliche, die regelrecht darauf gewartet haben, dass irgendwo etwas passiert. Diese Sensationslust, dieses Warten auf die nächste Randale, finde ich erschreckend.
Besonders besorgniserregend ist der Einsatz gefährlicher Pyrotechnik. Schon im Vorfeld stellte die Polizei große Mengen erlaubnispflichtiger und illegaler Pyrotechnik sicher. Wer Böller gezielt auf Einsatzkräfte wirft, nimmt schwerste Verletzungen in Kauf.
Wer Polizeikräfte angreift, darf nicht darauf hoffen, dass am Ende nichts passiert.
Die Polizei hat friedliche Versammlungen geschützt. Die Kolleginnen und Kollegen sind besonnen geblieben und haben gegen Gewalttäter konsequent und rechtmäßig eingegriffen. Dafür verdienen sie unsere volle Rückendeckung.
Jetzt müssen die Angriffe konsequent strafrechtlich aufgearbeitet werden. Tatverdächtige müssen identifiziert und Beweise gesichert werden. Bei gezielten Angriffen mit gefährlicher Pyrotechnik müssen alle in Betracht kommenden schweren Straftatbestände sorgfältig geprüft werden. Wer Polizeikräfte angreift, darf nicht darauf hoffen, dass am Ende nichts passiert.
Unsere Kolleginnen und Kollegen sind keine Zielscheiben. Sie verdienen Respekt und die volle Rückendeckung des Rechtsstaats. Allen Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung.“
