Foto: GdP / Franziska Hutter
29.03.2026
Diensthundewesen:
Verwalten reicht nicht mehr – jetzt braucht es Führung
Diensthunde
Ausstattung-Ausrüstung
Im Bundespolizeipräsidium wird derzeit das Diensthundewesen evaluiert. Konzepte werden überarbeitet, Strukturen überprüft. Doch die Realität ist deutlich: Die Einsatzfähigkeit liegt bundesweit weiterhin bei nur rund 50 Prozent. In einzelnen Direktionen sogar darunter.
Diensthunde – ob Schutz-, Wach- oder Sprengstoffspürhunde – sind ein unverzichtbares Einsatzmittel der Bundespolizei. Sie sichern Einsätze, schützen Kolleginnen und Kollegen und tragen maßgeblich zur Gefahrenabwehr bei.
Und dennoch fehlt es seit Jahren an klarer Steuerung, moderner Ausbildung und ausreichenden Ressourcen.
Die Lage ist strukturell kritisch
- Vorschriften sind nahezu 30 Jahre alt.
- Ausbildungs- und Fortbildungskonzepte sind überaltert.
- Die Robustheit der Schutzhunde geht aufgrund der Veränderungen in der TierSchHuVo und schwindendem Erfahrungswissen in der Aus- und Fortbildung von Diensthunden zurück.
- Investitionen in Diensthundeschulen und Zwingeranlagen bleiben aus.
- Eine zentrale fachliche Steuerung im Bundespolizeipräsidium existiert faktisch nicht.
- Trotzdem leisten Diensthundeführerinnen und -führer täglich Herausragendes – oft unter erschwerten Bedingungen. Das darf kein Dauerzustand bleiben.
Unsere Forderung: Vom Verwalten zum Führen
- Schließung der Soll-Ist-Lücke bei den Einsatzstärken.
- Ausschreibung aller vakanten Diensthundeführerstellen.
- Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel für Ankauf und Ausstattung.
- Einrichtung einer Zentralstelle im Bundespolizeipräsidium.
- Modernes, modulares und einheitliches Ausbildungssystem.
- Personalaufwuchs an den Diensthundeschulen der BPOLAK.
- Investitionen in Infrastruktur und Zwingeranlagen.
- Überprüfung der Dienstpostenbewertung zur Steigerung der Attraktivität.
Sicherheit braucht Ressourcen – nicht nur Worte
- Diensthunde sind kein Randthema. Sie sind ein sicherheitsrelevantes Einsatzmittel.
- Wer Einsatzfähigkeit fordert, muss investieren – finanziell, personell und strukturell.
- Die Gewerkschaft der Polizei erwartet ein klares Umdenken in der Führung: weg vom Reparaturbetrieb, hin zu strategischer Steuerung.
- Zum Schutz unserer gesellschaftlichen Werte. Zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen. Und zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Bundespolizei.
