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© Foto: AdobeStock #448912783 | Tomas Ragina
Foto: AdobeStock #448912783 | Tomas Ragina

30.08.2026

GdP fordert Hitzeschutzstrategie für die gesamte Bundespolizei – Hitze macht nicht vor der Dienststelle Halt.

Arbeitsschutz

Die Bundespolizei braucht ein ganzheitliches, dauerhaftes Konzept, das alle Beschäftigten und alle Arbeitsbereiche berücksichtigt. 

Extrem heiße Tage und lange Hitzeperioden sind längst keine Ausnahme mehr. Sie belasten die Kolleginnen und Kollegen – im Einsatz genauso wie am Schreibtisch, in der Werkstatt, in der Küche oder auf dem Gelände.

Für die GdP ist deshalb klar: Hitzeschutz darf nicht aus einzelnen Notlösungen bestehen.

Hitzeschutz heißt für uns: das Ganze sehen!

Einsatz und Grenzkontrollen

Wer stundenlang draußen arbeitet, braucht wirksamen Schutz: beschattete Kontrollstellen, geeignete Aufenthalts- und Regenerationsbereiche, ausreichend Getränke, zusätzliche Pausen und organisatorische Lösungen für extreme Hitzetage.

Büros und Dienstgebäude

Auch der Arbeitsplatz im Gebäude kann zur Belastung werden. Sonnenschutz, wirksame Lüftungs- und Kühlungskonzepte sowie eine hitzegerechte Sanierung und Planung unserer Liegenschaften müssen selbstverständlich werden.

Dienst- und Schutzbekleidung  

Bekleidung muss schützen – darf aber nicht selbst zum Gesundheitsrisiko werden. Wir brauchen moderne, funktionale und an hohe Temperaturen angepasste Bekleidungskonzepte für die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche.

Arbeitszeit flexibel gestalten  

Wo es der Dienst zulässt, müssen Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten verlagert werden können, sofern von den Beschäftigten gewünscht. Flexible Arbeitszeiten und angepasste Dienstabläufe können einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten.

Liegenschaften neu denken

Hitzeschutz beginnt nicht erst im Gebäude. Bäume, begrünte Flächen, Verschattung, Fassaden- und Dachbegrünung sowie eine klimagerechte Gestaltung von Außenflächen können Temperaturen nachhaltig senken.

Küchen, Werkstätten und andere Arbeitsbereiche nicht vergessen

Wer ohnehin an einem warmen Arbeitsplatz arbeitet, ist bei sommerlicher Hitze besonders belastet. Eine Hitzeschutzstrategie muss deshalb ausdrücklich auch die Kolleginnen und Kollegen berücksichtigen, die nicht im klassischen Polizeivollzugsdienst oder im Büro tätig sind.

 

Unser Anspruch: Prävention statt Improvisation.

Es reicht nicht, bei 35 Grad Wasserflaschen zu verteilen oder Ventilatoren aufzustellen. Die Bundespolizei braucht eine verbindliche Hitzeschutzstrategie, die Arbeitsschutz, Arbeitsorganisation, Bekleidung, Technik, Bau und Liegenschafts-management miteinander verbindet. 

Dabei müssen die Erfahrungen der Menschen einfließen, die jeden Tag vor Ort arbeiten. Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte genauso wie Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamtinnen und -beamte.

Denn Gesundheitsschutz ist keine Frage der Laufbahn, der Entgeltgruppe oder des Arbeitsplatzes.