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21.09.2026

GdP Bundespolizei | Zoll
startet nächste Phase der Liegenschaftskampagne

Ausstattung-Ausrüstung Arbeitsschutz

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) – Bezirk Bundespolizei | Zoll hat ihre Social Media-Aktion „Mängelmittwoch“ erfolgreich beendet und geht nun den nächsten logischen Schritt ihrer Liegenschaftskampagne: Mit der Veröffentlichung des „Schwarzbuchs Liegenschaften“ wird aus dem digitalen Protest eine glasklare politische Bestandsaufnahme. Das Buch wurde bereits an die Behördenleitung und die Politik übermittelt, um spürbare Veränderungen für die Beschäftigten einzufordern.

Monatelang haben wir gemeinsam mit Euch den Finger in die Wunde gelegt. Schimmelige Wände, marode Sanitäranlagen und eine Infrastruktur, die dem harten Dienstalltag der Bundespolizei oft hinten und vorne nicht gerecht wird – die Videos unseres „Mängelmittwochs“ haben die Missstände in den Liegenschaften ungeschminkt sichtbar gemacht. Doch das Aufzeigen war nur der Anfang. Jetzt folgt die Phase des Handelns.

Wir haben Eure Einsendungen, Berichte und Eindrücke systematisch ausgewertet und gebündelt. Das Ergebnis liegt nun schwarz auf weiß vor: Ein massiver Sanierungsstau, der längst keine abstrakte Haushaltszahl mehr ist, sondern realer Alltag für die Kolleginnen und Kollegen an den Grenzen, an den Bahnhöfen, in den Revieren und in den Liegenschaften der Bundesbereitschaftspolizei.

 

„Ein dokumentierter Weckruf“

Andreas Roßkopf, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei | Zoll, macht unmissverständlich klar, dass die Geduld der Beschäftigten am Ende ist:

„Dieses Schwarzbuch ist kein wehleidiger Klagetext. Es ist ein dokumentierter Weckruf. Schönreden und bürokratische Zuständigkeitsdebatten zwischen Ministerien und Immobilienmanagement helfen nicht weiter. Wer von der Bundespolizei Höchstleistungen verlangt, darf bei der Infrastruktur nicht sparen. Wer tagtäglich für die Sicherheit in unserem Land einsteht, hat ein Recht auf eine sichere, intakte und würdige Arbeitsumgebung.“

Unsere Kernforderungen im Detail:

  • Klare politische Bekenntnisse: Wir fordern ein unmissverständliches Signal aus der Politik, das mit einem zweckgebundenen Sonderetat Liegenschaften und einem zeitnahen Liegenschaftsgipfel untermauert wird. Die Sanierungswege müssen dringend entbürokratisiert werden.
  • Priorisierung von Bundespolizei-Bauvorhaben innerhalb der BImA: Die Bauprojekte der Bundespolizei müssen bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) oberste Priorität erhalten – wenn nötig, flankiert durch den gezielten Aufbau von neuem Personal.
  • Stärkere Verpflichtung von Verkehrsbetreibern: Bei der Unterbringung der Bundespolizei an Bahnhöfen müssen die Verkehrsbetreiber deutlich stärker in die Pflicht genommen und in die Verantwortung eingebunden werden.
  • Aufbau einer robusten Grundinfrastruktur an Grenzkontrollstellen: Für das dauerhafte, sichere und wetterfeste Betreiben von Grenzkontrollstellen fordern wir eine moderne und funktionale Grundinfrastruktur, die den Namen Arbeitsplatz verdient.


Vom Aufzeigen zum Handeln: Wir bleiben im Gespräch

Das Schwarzbuch ist kein Abschlussbericht, sondern unser Fundament für die kommenden Verhandlungen. Wir werden die politischen Entscheider und die Behörde an diesen harten Fakten messen und das Gespräch aktiv suchen. Eure Arbeitsplätze dürfen kein Sanierungsfall bleiben!

Hier könnt Ihr das vollständige Schwarzbuch Liegenschaften herunterladen und selbst einen Blick in die Bestandsaufnahme werfen: