06.10.2026
Für ein starkes Miteinander:
GdP veröffentlicht Positionspapier gegen die Spaltung der Beschäftigten und für echte Zukunftsinvestitionen
Ob in der freien Wirtschaft, der Industrie, im Handwerk, im Gesundheitswesen oder in den Sicherheitsbehörden: Es sind die Beschäftigten, die dieses Land täglich am Laufen halten.
Als Gewerkschaft der Polizei – Bezirk Bundespolizei | Zoll stellen wir mit unserem neuen Positionspapier unmissverständlich klar: Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren – weder behördenintern zwischen Vollzug, Verwaltung und Tarifbereich, noch behörden- oder branchenübergreifend zwischen dem öffentlichen Dienst und der privaten Wirtschaft.
Gegen billige Ablenkungsmanöver und Sparpolitik
In jüngster Zeit versuchen politische Akteure vermehrt, die Beschäftigten gegeneinander auszuspielen. Wer Arbeitnehmerrechte, den 8-Stunden-Tag oder die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren infrage stellt, betreibt ein durchschaubares Ablenkungsmanöver. Die Antwort auf klamme Haushalte darf niemals die Kürzung von Pensionen oder die Verschlechterung von Tarifstrukturen sein.
Die einzig richtige Antwort lautet: Anständige Löhne, faire Arbeitsbedingungen und eine verlässliche, würdevolle Altersvorsorge für alle!
Zwei Seiten derselben Medaille:
Strukturelle Probleme lösen statt Mangel verwalten
Wir im GdP-Bezirk Bundespolizei | Zoll – ob bei der Bundespolizei, beim Zoll oder beim Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) – wissen genau, dass der Dienst unserer Kolleginnen und Kollegen untrennbar mit der Leistungsfähigkeit der freien Wirtschaft verzahnt ist. Ohne Transport und Industrie bricht die Versorgung zusammen – umgekehrt gibt es ohne eine starke Sicherheitsarchitektur keine Stabilität.
Doch beide Seiten kämpfen mit den gleichermaßen fundamentalen Baustellen – und hier ist die Politik zwingend gefordert: Weg von kurzfristigen Haushaltslöchern, hin zu langfristigen Investitionen in die Zukunfts- und Handlungsfähigkeit unseres Landes!
Gefährdung der demokratischen Stabilität
Die Transformation der Arbeitswelt durch Strukturwandel und Künstliche Intelligenz schürt bereits Zukunftsängste. Wenn die Politik die Beschäftigten in dieser Situation als bloße Manövriermasse betrachtet, agiert sie brandgefährlich. Wer durch Diskreditierung Frust sät, treibt die Menschen in die Arme politischer Ränder und gefährdet das Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen. Verantwortliche Politik muss Ängste nehmen und Zusammenhalt stiften.
Das komplette Positionspapier „Für ein starkes Miteinander“ steht im Folgenden zum Download zur Verfügung:
