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Bahnanlagen vor Terror schützen

Pressemeldung vom 30.08.2017 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) drängt angesichts der zunehmenden Gefahr von Terroranschlägen auf Bahnanlagen auf eine Stärkung des bahnpolizeilichen Bereichs der Bundespolizei. Laut Medienberichten, die sich auf Aussagen des Bundeskriminalamtes berufen, propagiert die Terrororganisation Al-Qaida unter ihren Anhängern Terroranschläge auf Züge durch Sabotage der Schienenanlagen. „Nachdem wir nach 9/11 große Anstrengungen unternommen […]

Pressemeldung vom 30.08.2017

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) drängt angesichts der zunehmenden Gefahr von Terroranschlägen auf Bahnanlagen auf eine Stärkung des bahnpolizeilichen Bereichs der Bundespolizei. Laut Medienberichten, die sich auf Aussagen des Bundeskriminalamtes berufen, propagiert die Terrororganisation Al-Qaida unter ihren Anhängern Terroranschläge auf Züge durch Sabotage der Schienenanlagen.

„Nachdem wir nach 9/11 große Anstrengungen unternommen haben, um den Luftverkehr sicherer zu gestalten, gerät nun andere, weniger gesicherte Infrastruktur in den Blick der Terroristen. Hier gilt es schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, schätzt Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei die Situation ein.

In Deutschland ist die Bundespolizei für die Sicherheit in Zügen und auf Bahnanlagen zuständig. Das bedeutet die Sicherung von rund 5.600 Bahnhöfen und -haltepunkten von über 33.000 Kilometern Schienennetz. Allein für diese Aufgabe fehlen der Bundespolizei jedoch derzeit laut GdP 2.350 Streifen- und Ermittlungsbeamte.

„Vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohung ist der aktuelle Personalnotstand mit vorübergehenden Revierschließungen nicht zu akzeptieren. Um eine Chance zu haben, Terroranschläge zu verhindern, braucht es Polizistinnen und Polizisten vor Ort, die „ihr Revier“ kennen und Auffälligkeiten am Schienennetz oder verdächtige Personen an Bahnhöfen rechtzeitig bemerken“, warnt Radek.

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