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Verdienter Polizeiführer Michael Knape verliert Lehrauftrag an der HWR

Berlin. Paukenschlag an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR). Nach 28 Jahren Lehrtätigkeit an der Hochschule haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, Prof. Michael Knape keinen weiteren Lehrauftrag zu erteilen. Die genauen Gründe sind bisher unklar, doch nach Informationen des Magazins Spiegel hat PPr Klaus Kandt auf eine Entlassung des früheren Leitenden Polizeidirektor beim Polizeipräsidenten gedrängt. Die GdP fordert eine lückenlose Aufklärung über die Rolle des aktuellen Polizeipräsidenten.

Zuletzt äußerte sich Knape wie auch zuvor sein Kollege Prof. Dr. Clemens Arzt in der Morgenpost kritisch über die fehlende Rechtsgrundlage beim Taser-Probelauf und forderte Polizeipräsident Kandt dazu auf, seiner Fürsorgepflicht nachzukommen. Während es für Prof. Dr. Arzt in der Folge keine Probleme gab, wurde Knape bereits kurz nach dem veröffentlichten Artikel für sein Statement angegriffen. Die zuständige Dekanin Prof. Dr. Schönrock wollte einen Zusammenhang zwischen Taser-Kritik und Entlassung nicht benennen. Dem Spiegel gegenüber bestätigte die Berliner Polizei aber thematisch gebundene Gespräche zwischen der Dekanin und Polizeipräsident Kandt, der die Äußerungen Knapes als „fachlich falsch und ungebührlich“ einschätzte und die Meinung vertritt, dass es nicht unwidersprochen bleiben könne, wenn sich ein für den Polizei-Nachwuchs verantwortlicher Dozent in der Presse zu tagesaktuellen Rechtsfragen in sehr fragwürdiger Weise äußern würde.
Der Verdacht liegt nahe, dass der Polizeipräsident massiv auf die Beendigung von Knapes Lehrauftrags gedrängt hat. „Das klingt für mich nicht wirklich nach Autonomie der Wissenschaft. Die Senatsinnenverwaltung sollte das schnellstmöglich lückenlos aufklären. Es wäre schon eine harte Hausnummer, einem erfahrenen Einsatzführer seinen Lehrauftrag zu entziehen, weil er im Sinne der Kolleginnen und Kollegen auf die aus seiner Sicht fehlende Rechtsgrundlage beim Taser hinweist und der Polizeipräsident darüber hinaus über die Auswahl der Dozenten an der HWR entscheidet“, so Philipp abschließend.

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