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GdP Hessen: Schluss mit den hessischen Sparbeschlüssen zum Nachteil der Polizistinnen und Polizisten

Wiesbaden/Berlin.

Vor den am Donnerstag beginnenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Hessen (TV-H), fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine angemessene finanzielle Anerkennung für die geleistete Arbeit der Kolleginnen und Kollegen. „Gute Arbeit der Polizei in schwierigen Zeiten muss überall das Gleiche wert sein“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow in Berlin. Ein erster wichtiger Schritt sei die Rückkehr des Landes Hessen in die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Hessen sei das einzige Bundesland, das nicht Mitglied in diesem Arbeitgeberverband des öffentlichen Dienstes sei.

Schluss mit den hessischen Spardiktaten und Rückkehr in die TdL

Malchow appellierte an die politisch Verantwortlichen, Schluss mit den hessischen Sparbeschlüssen zum Nachteil der Polizistinnen und Polizisten. Zugleich gelte es, verlorenen Boden wieder gut zu machen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Es dürfe zu keiner weiteren Isolation und Abkopplung der Kolleginnen und Kollegen gegenüber allen anderen Bundesländern und des Bundes kommen. Nach Auffassung der GdP muss das hessische Ergebnis zumindest an den Verhandlungskompromiss mit der TdL herankommen.

Auch die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten sei wichtig, da hessische Beamte im Bund-Länder-Vergleich „weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz liegen“. Im hessischen Koalitionsvertrag steht bis 2019 jährlich ein einprozentiger Lohnzuwachs.

Hessens GdP-Landesvorsitzender Andreas Grün betonte, Krankenstände von über 30 Tagen im Durchschnitt und 2,7 Millionen Überstunden seien die Parameter eines immer schwereren Dienstes. „Die Gewalt gegen die Polizei in Hessen ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand geklettert. Waren 2015 noch 3.071 Polizisten Opfer von Gewalt in Hessen geworden, so stieg diese Zahl um 12,9 Prozent auf nunmehr 3.468 und damit einen neuen traurigen Negativrekord“, sagte Grün.