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GdP NRW: Willkürliche Altersgrenze gefährdet die Besetzung von Führungsfunktionen bei der Polizei

Düsseldorf.

Mit 40 Jahren sind Polizisten zu alt, um in Führungsfunktionen im höheren Dienst aufzusteigen. Bei allen anderen Behörden ist das bis 42 möglich. Das geht aus einem Entwurf zur Änderung des Landesbeamtengesetzes hervor, der heute im Düsseldorfer Landtag beraten wird. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Polizisten durch die willkürlich gezogene Altersgrenze diskriminiert. „In den kommenden Jahren geht der Großteil der heutigen Führungskräfte bei der Polizei in Ruhestand. Einen künstlichen Flaschenhals, der fähige Nachwuchspolizisten am Aufstieg in den höheren Dienst hindert, können wir uns nicht leisten, wenn wir die Handlungsfähigkeit der Polizei nicht gefährden wollen“, warnt GdP-Vorsitzender Arnold Plickert.

Die GdP fordert, dass für die Polizei die gleichen Altersgrenzen für den Aufstieg in den höheren Dienst gelten, wie für die übrige Verwaltung. „Dass Polizisten, die bereits über eine langjährige Führungserfahrung in der Polizei verfügen, nur deshalb nicht in den höheren Dienst aufsteigen können, weil sie ein oder zwei Jahre zu alt sind, ist Unsinn“, sagt Plickert.

Neben der Anpassung der Altersgrenze für den Aufstieg in den höheren Dienst bei der Polizei an die Altersgrenze in den übrigen Behörden fordert die GdP auch eine generelle Erhöhung des Anteils des höheren Dienstes. Von den rund 40.000 Polizistinnen und Polizisten in NRW sind nur 1,7 Prozent im höheren Dienst. Um alle Führungsfunktionen bei der Polizei sachgerecht zu besetzen, müsste ihr Anteil auf 3 Prozent steigen.