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3. Tarifrunde ohne Ergebnis unterbrochen

GdP nennt Angebot der Arbeitgeber von weniger als 2 Prozent „unverantwortlich“

„Als ein unverantwortliches Spiel mit der sozialen Situation der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes“, hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) das Angebot der Arbeitgeber in der 3. Tarifrunde am Samstag in Potsdam bezeichnet, die nach wenigen Stunden ohne Ergebnis unterbrochen worden war




Kurz vor Beginn der Verhandlungen: (v. l.) ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske, GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg, Rainer Speer, brandenburgischer Finanzminister und seine Amtskollegen Hartmut Möllring (Niedersachsen) und Dr. Helmut Linssen aus Nordrhein-Westfalen.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) unter ihrem Verhandlungsführer, dem niedersächsischen Finanzminister Hartmut Möllring, hatte zum 1. Juli 2009 4,2 Prozent Entgelterhöhung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010 angeboten.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken  Konrad Freiberg, der auch Mitglied der Sondierungskommission ist: „Wenn die finanzielle Situation in den Familien unserer Kolleginnen und Kollegen nicht so ernst wäre, könnte man dieses Angebot als Karnevalsscherz betrachten. Es bedeutet, dass es in diesem Jahr zunächst eine Nullrunde von 6 Monaten geben soll und im gesamten Jahr 2010 ebenfalls. Die angebotenen 4,2 Prozent, verteilt auf die von den Arbeitgebern vorgeschlagene Laufzeit von zwei Jahren, brächte weniger als 2 Prozent Entgelterhöhung monatlich in die Taschen der Beschäftigten.“




Statt Einigung, weitere Warnstreiks: GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg nannte das Angebot der Arbeitgeber von insgesamt weniger als zwei Prozent „Unverantwortlich!“: (l.) ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske und Arbeitgebervertreter, Rainer Speer, brandenburgischer Finanzminister. Fotos (2): ver.di

Die Vorsitzenden der verhandelnden Gewerkschaften ver.di, GdP, GEW und dbb-tarifunion riefen ihre Mitglieder dazu auf, bis zum nächsten Verhandlungstermin am 28. Februar in zahlreichen Aktionen und Warnstreiks ihrer Empörung Luft zu machen. Freiberg: „Wir müssen den Arbeitgebern bis Ende des Monats zeigen, wie ernst unsere wirtschaftliche Lage ist und wir uns eine solche Kaltschnäuzigkeit nicht bieten lassen.“

Die Große Tarifkommission der Gewerkschaft der Polizei am Verhandlungsort in Potsdam. Mit dabei, Elke Gündner-Ede, Mitglied des Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstands (2.v.l.).


Kurz nach der Unterbrechung und Vertagung der Verhandlungen stellten sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter den Medienvertretern: (v. l.)der niedersächsiche Finanzminister Hartmut Möllring, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg und der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske (vorne rechts). Fotos (2): Rüdiger Holecek