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Berlin unter Wasser – Weit über 2.500 Einsätze für die Berliner Feuerwehr

Berliner GdP-Chefin Philipp dankt allen Einsatzkräften für ihre übermenschliche Leistung

Berlin.

Eine Gasflasche mit Zündvorrichtung in einer McDonald’s-Filiale, ein schwerer Tramunfall mit 27 Verletzten und dann kam der Regen. Nicht nur die Berliner Polizei hat gestern ein enormes Aufgabenpensum abgespult. Die Berliner Feuerwehr musste weit mehr als 2.500 Einsätze bewältigen, allein über 1.400 davon wetterbedingt. Die GdP dankt allen Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz für Berlins Sicherheit.

Rund 500.000 Einsätze für weniger als 4.000 aktive Kollegen

„Ich bin unglaublich froh, Menschen wie Euch in dieser Stadt zu haben. Menschen, die sich mit großem Einsatz aufopferungsvoll für andere einsetzen. Euch ist es zu verdanken, dass Berlin nicht absäuft. Nicht nur gestern und heute, sondern an 365 Tagen im Jahr“, sagte GdP-Landesvorsitzende Kerstin Philipp am Freitagmorgen. Wenngleich die vergangenen 24 Stunden keinesfalls alltäglich sind, ist es nicht der einzige Tag, an dem Berlins Feuerwehr Großes leistet. Zwar gibt es noch keine offiziellen Zahlen, die GdP aber rechnet mit rund 500.000 Einsätzen im vergangenen Jahr, Tendenz weiter deutlich steigend. Das ist umso bemerkenswerter, weil die Arbeit auf die Schultern von nicht einmal 4.000 aktiven Kolleginnen und Kollegen verteilt wird.

Nur im Fokus bei Massenunfällen und Katzenrettung

Ihren Dank richtete Philipp auch an die Freiwillige Feuerwehr: „Es ist klar, dass wir ohne die ehrenamtliche Unterstützung der Kameradinnen und Kameraden gestern die Quittung für unseren viel zu kleinen Personalbestand bei der Berufsfeuerwehr bekommen hätten. Diese Bereitschaft ist nicht selbstverständlich.“ Abschließend machte die GdP-Landesvorsitzende auf den generellen Umgang mit der Feuerwehr aufmerksam. „Die Kolleginnen und Kollegen leisten an jedem Tag Großartiges und wenn sie nicht gerade Dutzenden Menschen nach einem Unfall das Leben retten oder eine Katze aus einem brennenden Haus befreien, scheint das niemanden zu interessieren. Auch die Feuerwehr leistet ihren Einsatz für uns alle in maroden Dienstgebäuden und durchgerosteten Fahrzeugen, mit mangelhafter Ausstattung und Dienstplänen, deren Halbwertszeit nicht mal den Tag überdauert. Die gigantische Pensionierungswelle wird den Personalkörper weiter dezimieren und es wird immer schwerer, mit der bundesweit schlechtesten Besoldung geeigneten Nachwuchs zu finden“, so Philipp.