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GdP Bundespolizei: Einfache Rechnung: Mehr Rückführungen = Mehr Personal für die Bundespolizei

Hilden.

Angesichts der Ankündigung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, die Zahl der Rückführungen wesentlich erhöhen zu wollen, mahnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an, dass dafür auch zusätzliche Stellen für die Bundespolizei geschaffen werden müssen. „Für circa 1.000 zusätzliche begleitete Rückführungen pro Jahr werden auch jeweils 50 zusätzliche Vollzeitstellen für Polizeibeamte im Jahr für die polizeiliche Bearbeitung am Flughafen und die Begleitung benötigt. Bei freiwilligen Ausreisen wären es auch immerhin noch 15 zusätzliche Stellen“, erklärt Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei.

Mit welchem Personal?

Laut Gewerkschaft liegt der aktuelle Schwerpunkt bei den Rückführungen bei den Staaten des westlichen Balkans. Doch auch die Rückführungen in Staaten in Nord- und Westafrika sowie nach Afghanistan werden voraussichtlich noch ansteigen.

„Damit einhergehend werden auch die administrativen Aufgaben sowie die begleiteten und unbegleiteten Rückführungsmaßnahmen eine neue Intensität erreichen. Unsere Forderung an die Politik lautet deswegen ganz klar: Wer hunderttausende Menschen auf dem Luftweg außer Landes bringen will, muss auch sagen, mit welchem Personal das gehen soll“, so Radek.

Der Gewerkschafter verweist außerdem darauf, dass mit den Rückführungen auch besondere Belastungen für die eingesetzten Beamtinnen und Beamten verbunden sind: „Für unsere Kolleginnen und Kollegen bedeuten Rückführungen mitunter 24 bis 48 Stunden Einsatz am Stück, das ist körperlich sehr anstrengend. Hinzu kommen vielfach die Einzelschicksale und die Enttäuschung der Menschen, die rückgeführt werden. Das lässt uns natürlich nicht kalt und ist oft seelisch sehr belastend.“