Zum Inhalt wechseln

GdP Baden-Württemberg lehnt Bewaffnung Freiwilliger Polizeibeschäftigter ab

Eberdingen.

Wer „Hilfspolizisten“, die nach 14-tägiger Ausbildung eine Schusswaffe bekommen, in eine Polizeiuniform stecken möchte, um den Mangel an Personal zu verstecken, handelt nach Auffassung der GdP Baden-Württemberg verantwortungslos. Es sei verwunderlich, in der Presse zu lesen, dass eine Gewerkschaft sich dafür einsetzt, den Bürgerinnen und Bürgern im Land eine falsche Sicherheit vorzugaukeln und zudem die Sicherheit der Polizistinnen und Polizisten in diesen Zeiten gefährdet, so der GdP-Landesvorsitzende Hans-Jürgen Kirstein am Montag in Stuttgart.

Bürger haben Anspruch auf gut ausgebildete Polizei

„Die Polizistinnen und Polizisten im Land werden sehr gut ausgebildet, damit in einem Einsatzfall sie sich aufeinander verlassen können. Da muss jeder Griff sitzen und ich muss meinen Streifenpartner oder meine Streifenpartnerin kennen! Ich muss wissen, wie im Ernstfall zugegriffen wird und kann diese Sicherheit nicht in einer Schnellbleiche beibringen“, so Kirstein.

Die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, dass sehr gut ausgebildete Fachkräfte sich um ihre Sicherheit kümmern. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass es nur ein Job ist, den jedermann in seinen Feierabendstunden ableisten kann.

„Seit vielen Jahren hat die CDU mit diesem Modell eine Sicherheit vorgegaukelt und Personal eingespart. Damit muss endlich Schluss sein. Wir lehnen die Bewaffnung von Freiwilligen Polizeibeschäftigten weiterhin in aller schärfster Form ab!“ ergänzt Kirstein abschließend, um seinem Unmut Nachdruck zu verleihen.