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GdP Berlin gründet Interkulturelle Gruppe als Zeichen für mehr Miteinander

Berlin.

Der Landesbezirk der Gewerkschaft der Polizei (GdP) startet mit einer neuen Gruppe für Mitglieder ins Jahr 2017. Mit der InGrup möchte Deutschlands größte Polizeigewerkschaft ein klares Zeichen setzen und ein für alle mal klar machen, dass die Qualität der Arbeit von Berlins Polizistinnen und Polizisten nicht von der Herkunft, Hautfarbe, Kultur oder Religion abhängig ist.

InGrup wird wichtiger Bestandteil in der GdP-Familie

„Berlin ist eine internationale Metropole, zu deren Bürgerinnen und Bürger auch viele Menschen gehören, deren Wurzeln außerhalb Deutschlands liegen. In den letzten Jahren hat sich einiges bewegt, damit sich das auch endlich innerhalb unserer Polizei widerspiegelt. Wir haben heute viele Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund, zufrieden geben sollten wir uns aber noch lange nicht. Gerade, was die tägliche gemeinsame Arbeiten angeht. Aus diesem Grund halten wir es für richtig und wichtig, innerhalb unserer Kreise eine Gruppe zu bilden, die zielstrebig und nachhaltig Integration und interkulturelle Kompetenz fördert“, sagt Kerstin Philipp, Landesvorsitzende der GdP. So hat sich bereits vor einigen Wochen unter Führung des Kollegen Ersin Erdogan ein Team herausgebildet, das ein Konzept für die zukünftige Arbeit zusammengestellt hat. Philipp: „Anfang nächsten Jahres werden wir beginnen, dieses intensiv in unsere Gewerkschaftsarbeit einfließen zu lassen. Unsere InGrup wird ein wichtiger Bestandteil in der GdP-Familie, der den Landesvorstand in thematischen Fragen beraten und dessen Linie aktiv mitgestalten soll.“

Interkulturelle Kompetenzdefizite müssen ausgemerzt werden

Die Landesvorsitzende sprach am Sonntag von einem wichtigen Zeichen nach innen und außen: „Wir leben in einem politischen Klima, in dem beinahe täglich gegen Menschen mit Migrationshintergrund gehetzt wird. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind davon nicht ausgenommen, nur weil sie eine Uniform mit Hoheitszeichen tragen. Interkulturelle Kompetenzdefizite führen dazu, dass sie bei Einsätzen, aber auch innerhalb des Kollegenkreises, auf Konflikte treffen, die nicht ins 21. Jahrhundert gehören. Unsere InGrup wird mit großem Engagement dafür eintreten, dass diese Differenzen schnellstmöglich der Vergangenheit angehören“, so Philipp. Um dies zu erreichen, plane man den Aufbau eines interkulturellen Netzwerkes, in welchem die InGrup unter anderem engen Kontakt zu staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen aufnehmen möchte und interkulturelle Informationsveranstaltungen und Seminare anbieten will.