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GdP Brandenburg: Polizisten protestieren vor Sommerfest der Landesregierung

Potsdam.

Etwa 400 Brandenburger Polizistinnen und Polizisten haben am 27. Juni vor dem Sommerfest der Landesregierung ihrem Frust Luft gemacht. Während die einen feiern, kämpfen auf der anderen Seite die Landesbediensteten für eine Entschädigung für elf Jahre verfassungswidrige Unterbezahlung. Um zu verdeutlichen, was jedem einzelnen an Besoldung nicht gezahlt wurde, trugen die Kolleginnen und Kollegen Schilder mit der ihnen vorenthaltenen Summe. Dabei geht es je nach Besoldungsgruppe um Beträge von 3.700 bis über 10.000 Euro.

Ärger Luft gemacht

Nun sollen sie laut Landesregierung froh darüber sein, dass ein „Attraktivitätszuschlag“ in Höhe von 2.000 Euro gezahlt wird (gestaffelt auf 4 Jahre). Die Kollegen, die inzwischen in Pension sind beziehungsweise in den nächsten vier Jahren in den Ruhestand gehen, werden selbst davon nicht viel sehen. Für sie ist eine Abminderung von 50 Prozent vorgesehen, das heißt dass im schlechtesten Fall von 10.000 Euro gerade einmal 1.000 Euro übrig bleiben.

Am 29. Juli 2017 wird im Landtag voraussichtlich das Besoldungs- und Versorgungsgesetz verabschiedet.

Andreas Schuster, GdP-Landesvorsitzender: „Wir werden weiter kämpfen! Wer in Sonntagsreden starke Gewerkschaften fordert, der muss auch lernen, mit ihnen umzugehen. Die GdP ist eine Gewerkschaft, die für ihre Ziele kämpft. Dabei kriegen wir viel Zustimmung auch von anderen Gewerkschaften. Wir warten weiterhin auf ein verbindliches Angebot der Landesregierung.“

Unterstützt wurde die Gewerkschaft der Polizei den Gewerkschaften: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Deutsche Polizei Gewerkschaft, Deutsche Steuergewerkschaft, Deutsche Verwaltungsgewerkschaft und dem Deutschen Richterbund.