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GdP Bremen: Polizeizulage deutlich erhöhen

Bremen.

Auf der gestrigen Personalversammlung der Polizei Bremen wurde deutlich, dass sich die neue Erschwerniszulagenverordnung des Landes Bremen in der letzten Abstimmungsrunde befindet. Nach unbestätigten Informationen soll die Polizeizulage nicht erhöht und damit weiterhin in Höhe von 127,38 Euro je Monat gezahlt werden. „Falls das stimmt, ist das ein Schlag in das Gesicht aller Kolleginnen und Kollegen!“, so der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Heinfried Keithahn.

Die Polizeizulage könnte auch als erste Gefahrenzulage bezeichnet werden. Sie soll Besonderheiten des polizeilichen Vollzugsdienstes ausgleichen. Dazu gehört auch, dass Kolleginnen und Kollegen notfalls Leben und Gesundheit für den Staat einsetzen.
„Wo, wenn nicht bei der Polizei, haften Menschen mit ihrer Gesundheit für die Sicherheit des Staates? Und unsere Kolleginnen und Kollegen sind selbst längst Ziel geplanter Angriffe!“, so Heinfried Keithahn weiter.

Wiederholt wurden an Privatfahrzeugen von Polizisten die Radmuttern gelöst, der Lack zerkratzt oder Spiegel abgetreten. Im Bremer Steintorviertel wurde ein Streifenwagen gezielt in einen Hinterhalt gelockt und die Besatzung mit Steinen und Leuchtspurgeschossen angegriffen. Auch die Angriffe auf die Geschäftsstelle der GdP Bremen 2016 und 2017 reihen sich hier nahtlos ein.

„Polizisten werden angespuckt, gebissen und mit Kot beworfen und nicht selten dabei auch noch der Gefahr der Ansteckung mit Krankheiten ausgesetzt. Daher fordern wir eine deutliche Anhebung der Polizeizulage auf 200 Euro im Monat“, so Heinfried Keithahn.
Die Polizeizulage beträgt heute nach einem Dienstjahr 63,69 Euro und nach zwei Dienstjahren 127,38 Euro. Die GdP fordert eine Anhebung auf 200 Euro im Monat sowie eine Dynamisierung und Ruhegehaltfähigkeit.
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