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GdP MV: Friedlicher G20-Gipfel

Schwerin.

Wir wünschen uns zwar einen friedlichen Verlauf des G20-Gipfels, aber wir leben nicht in einem Märchenland, wo Wünsche immer in Erfüllung gehen“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher mit Blick auf den am 7./8. Juli stattfindenden G20-Gipfel in Hamburg. Natürlich ist es unmöglich zu wissen, was in der dieser Woche in Hamburg genau passieren wird. Sicher ist aber, dass es aus Anlass des G20-Gipfels eine Vielzahl von Demonstrationen geben wird. Dass dabei aber alle Teilnehmer von ihrem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, wie vom Grundgesetz gefordert, friedlich und ohne Waffen Gebrauch machen werden, ist mehr als fraglich. Die Polizei wird so sicher oftmals das Ziel von Diffamierungen und brutalen Angriffen sein, einfach weil sie die freiheitlich-demokratische Grundordnung schützt. „Gerade mit Blick auf die gewalttätigen Ausschreitungen während des G8-Gipfels in Heiligendamm fordere ich meinen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen daher auf: Passt auf Euch auf und kommt gesund aus dem Einsatz zurück“, so Schumacher weiter.

Die Polizei ist personell ausgeblutet

Die lange bundesweite Suche nach geeigneten Polizeikräften für den G20-Einsatz macht die Folgen einer jahrzehntelangen verfehlten Personalpolitik oder besser Sparpolitik sehr anschaulich. Die Polizei ist personell ausgeblutet.

Hinzu kommt eine durch die Kolleginnen und Kollegen empfundene mangelnde Wertschätzung für den geleisteten Einsatz. Niemand ist gerne wochenlang von seiner Familie getrennt. Vernünftige Unterkünfte, abwechslungsreiches gesundes Essen und eine angemessene Stundenabrechnung sollten daher das Mindeste sein.

Gerne wird auch vergessen, dass wenn tausende Polizistinnen und Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet während der Hauptferienzeit wochenlang nach Hamburg fahren müssen, dann verschwindet deren „normale“ Arbeit nicht einfach. Sie wird von den Kolleginnen und Kollegen in den Revieren und Kriminalkommissariaten miterledigt werden müssen. Dabei werden die Grenzen der Belastbarkeit nicht selten überschritten. Die Folgen sind liegen gebliebene Arbeit, auf die Polizei wartende Bürger, Überstunden und nicht selten Krankheit.

„Wir brauchen einfach langfristig mehr Personal. Ob die Politik dies auch so sieht, wird sich zeigen“, so der Landesvorsitzende abschließend.