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GdP NRW erwartet schnellen Tarifabschluss

Düsseldorf.

Um den öffentlichen Dienst attraktiver zu machen, sollen die Bezüge der Beschäftigten der Länder im kommenden Jahr um 6 Prozent steigen, unter Einbeziehung einer sozialen Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages. Diese Forderung haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie der Deutsche Beamtenbund am Mittwoch in Berlin beschlossen. „Alle Beteiligten wissen, dass der öffentliche Dienst ohne eine deutliche Gehaltsteigerung nicht wettbewerbsfähig ist, deshalb müssen wir bei den Einkommen einen ordentlichen Sprung nach oben machen“, begründet GdP-Vorstandsmitglied Jutta Jakobs die Forderung der Gewerkschaften.

Das Forderungspaket der Länder beinhaltet für ihre Beschäftigten eine lange überfällige Anpassung an die Bezüge von Bund und Kommunen (TVöD). Die nach dem TV-L bezahlten Beschäftigten erhalten im Verhältnis zu den Angestellten des Bundes und der Kommunen rund 4 Prozent weniger Gehalt. „Diese Lücke muss dringend geschlossen werden. Die Beschäftigten des Landes machen keine schlechtere Arbeit als die nach dem TVöD bezahlten Kräfte“, betont Jakobs.
Die Tarifverhandlungen beginnen am 18. Januar in Potsdam. Die GdP geht davon aus, dass sie schnell zu einem Ergebnis führen werden. „Auch die Länder wissen, dass bereits am 14. Mai in Düsseldorf ein neuer Landtag gewählt wird. Und im September folgt die Bundestagswahl. Das wird die Verhandlungsbereitschaft sicher erhöhen“, erwartet Jakobs. Für NRW hat die Landesregierung bereits erklärt, dass der Tarifabschluss für die Beamten übernommen wird. Allerdings werden die Beamten drei Monate länger auf die Einkommenserhöhung warten müssen als die Tarifbeschäftigten.