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GdP entsetzt über Terroranschläge in Spanien

GdP-Vize Plickert fordert bauliche Veränderungen in europäischen Touristenzentren

GdP-Vize Arnold Plickert im n-tv-Interview zu den Anschlägen in Spanien. Foto: Screenshot n-tv.de
GdP-Vize Arnold Plickert im n-tv-Interview zu den Anschlägen in Spanien. Foto: Screenshot n-tv.de
Berlin.

Mit Abscheu und Entsetzen hat der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf den Anschlag in Barcelona reagiert. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert sagte am Freitagvormittag in Studio-Livegesprächen dem Nachrichtensender n-tv, der perfiden Strategie, an symbolträchtigen Orten mit jedem Mittel viele Menschen umzubringen, stehe man fassungslos gegenüber. "In dieser Stunde denken wir zuerst an die Opfer und ihre Angehörigen. Unsere Solidarität gilt auch dem von Terror- und Schicksalsschlägen heimgesuchten spanischen Volk“, betonte er.

Die deutschen Sicherheitsbehörden unternehmen Plickert zufolge alles, um durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit mögliche Anschlagspläne rechtzeitig zu erkennen und diese zu durchkreuzen. „Wenn es sich um Einzeltäter und kleine Gruppen handelt, sind konkrete Vorermittlungen denkbar schwierig", sagte Plickert, der zugleich GdP-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen ist.

Auch in Deutschland könne sich jederzeit ein solcher Anschlag ereignen. Obwohl seine Kolleginnen und Kollegen alles Erdenkliche tun würden, um Anschlagsplanungen im Vorfeld zu erkennen und zu durchkreuzen, bleibe die Terrorgefahr hoch. Der GdP-Vize appellierte mit Nachdruck an die politisch Verantwortlichen, die entsprechenden Voraussetzungen für eine bessere Ausstattung und Ausrüstung der Polizistinnen und Polizisten in Bund und Ländern zu schaffen. "Ein Lastwagen ist mit den unseren derzeitigen materiellen Möglichkeiten nicht zu stoppen", mahnte Plickert.

Nach den vielen Anschlägen in Europa müssten Sicherheitsbehörden in Touristenzentren, wo sich ständig viele Menschen aus aller Welt aufhielten, grundsätzlich über bauliche Veränderungen auf Plätzen und Straßen nachdenken, sagte Plickert weiter. Eine Maßnahme seien hydraulische Poller, die mittlerweile in Deutschland bereits vereinzelt im Einsatz seien.