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Jahrgang 2006

Ausgabe 12/2006

Die Weihnachtsausgabe der Deutschen Polizei wird von der Berichterstattung über den 23. Ordentlichen Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei dominiert. Die rund 250 Delegierten sprachen dem alten und neuen Bundesvorsitzenden, Konrad Freiberg, mit dem hervorragenden Wahlergebnis von über 95 Prozent erneut ihr Vertrauen aus. Mit der Beratung und Verabschiedung zahlreicher Anträge schnürten die Delegierten ein dickes Aufgabenpaket für die nächsten vier Jahre.

Ausgabe 11/2006

Der Mensch ist nicht geschaffen, stundenlang sitzend auf einen Bildschirm zu schauen und dabei feinmotorische einseitige Bewegungen auszuführen. Aber der Computer hat die Arbeitswelt erobert. Und der Mensch versucht sich anzupassen. Sogar eine europäische Richtlinie wurde herausgegeben. Und die brachte es mit sich, dass die Computerarbeitsplätze auch in unserem Land allerorten einer dringlichen Begutachtung unterworfen wurden und sich seither schon etliches verbessert wurde. Manches liegt dennoch im Argen – nicht umsonst treten bei Beschäftigten immer wieder Beschwerden wie Verspannungen, Augenbrennen und der berühmte Mausarm auf, dessen Sehnenscheidentzündung es inzwischen zum zweifelhaften Ruhm einer anerkannten Berufskrankheit gebracht hat: "10 Jahre Bildschirmarbeitsverordnung", der November-Titel in Deutsche Polizei.

Ausgabe 10/2006

"Gegen den Reformsog" lautet die Titelgeschichte der Oktober-Ausgabe von Deutsche Polizei. Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft für den 21. Oktober bundesweit zu Demonstrationen auf. Unter dem Slogan „Das geht besser. Aber nicht von allein!“ könnten Millionen Mitglieder öffentlich ihren deutlichen Unwillen über einseitige Verschlechterungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Nachdruck verleihen. Die Belastungen für den einzelnen Arbeitnehmer oder Ruheständler nehmen ungebührliche Ausmaße an. Wie gesagt: „Es geht besser, aber nicht von allein!“

Ausgabe 09/2006

Beurteilungen sind in der Regel von Diskussionen begleitet. Der eine fühlt sich fehlinterpretiert, ein anderer benachteiligt, ein dritter wiederum enorm motiviert. DEUTSCHE POLIZEI widmet ihre Titelgeschichte in der September-Ausgabe dem „Beurteilungswesen“. Darunter auch die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung, die in Baden-Württemberg die Gründe für Benachteiligungen im standardisierten Beurteilungssystem erforschte. „Von Beurteilten und Beurteilern“.

Ausgabe 08/2006

"Geschafft!", so der Titel der DP-August-Ausgabe Der Einsatz aus Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft ist Geschichte. Im Großen gesehen war dieser Einsatz ein grandioser Erfolg. Stimmen aus dem In- und Ausland – von Politprominenz bis zu den Fans – bescheinigten Deutschland, eine super WM ausgerichtet zu haben. Auch das Sicherheitskonzept sei optimal aufgegangen. Es zeigte sich, dass intensive Vorbereitung und langjährige Erfahrung für die Bewältigung dieser Lage beste Ausgangsvoraussetzungen waren. Die Skepsis vor dem Hintergrund von Hooliganismus und globalem Terrorismus war angebracht. Doch letztlich waren es fünf Wochen „Karneval“ im Sommer. Und die Einsatzkräfte mittendrin statt nur dabei.

Ausgabe 07/2006

Tatort Autobahn: Deutschland ist im Speditionsgewerbe eine Bananenrepublik. Mafiöse Strukturen reichen bis in die Politik, was bisher öffentlich kaum wahrgenommen wurde. Gegen zwei große Speditionen ist Anklage erhoben: Steuerhinterziehung in erheblicher Höhe, Bestechung ausländischer Amtsträger, gewerbsmäßiger Verstoß gegen Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs und gegen das Ausländergesetz, eine Vielzahl von Urkundenfälschungen. Der Spediteur Betz aus Reutlingen sitzt beispielsweise seit Oktober 2005 in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht. Der Autor Uli Röhm hat dazu gemeinsam mit dem Spiegel-Korrespondenten Wilfried Voigt ein hochbrisantes Buch geschrieben. Für DP hat er in der Titelgeschichte Juli 2006 einige Aspekte beleuchtet.

Ausgabe 06/2006

Der Anpfiff der Fußball-WM steht unmittelbar bevor. Die Erwartungen der Öffentlichkeit an ein Fußballfest der Superlative sind groß und für die deutschen Polizeien beginnt die heiße Phase eines Einsatzes, dessen Dimension bisherige in den Schatten stellt. Am 4. und 5. Mai 2006 hatte die GdP Experten aus Politik, Sport und Polizei eingeladen, um unter dem Motto „In Sicherheit bei Freunden“ den letzten Stand der Sicherheitsvorbereitungen rund 120 Tagungsteilnehmern darzustellen. Die Polizei sei gut vorbereitet, so das Fazit aller Referenten des 2. GdP-WM-Sicherheitsforums, doch Risiken blieben. Lesen Sie mehr in der WM-Ausgabe der Deutschen Polizei.

Ausgabe 05/2006

"Während man redet, fliegen keine Steine" heißt die Titelgeschichte der Mai-Ausgabe der Deutschen Polizei. Experten bestätigen, dass die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Damit steigen auch die Anforderungen an den Polizeiberuf. Die Hemmschwellen auf Seiten der Täter sind gesunken und das Thema „Gewalt gegen Polizeibeamte“ findet sich zunehmend in den Schlagzeilen wieder. Immer wichtiger daher, neben angemessener Ausstattung der Polizei und angemessener Eigensicherung auch Formen und Methoden zu finden, mit denen sich gewaltgeladene Situationen entschärfen lassen, bzw. mit denen sich die Gewaltbereitschaft sogar eindämmen lässt. Berlin z. B. ist „Marktführer“ der AKT-Arbeit (AKT = Anti-Konflikt-Team) in Deutschland. Über Anfänge, Auftrag und Alltagsprobleme gaben EPHK Holger Gebert, Koordinator der AKTs in Berlin, und POK Peter Herzfeldt, Teamführer im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg Auskunft.

Ausgabe 04/2006

Mit dem "Tabuthema Suizid in der Polizei: Wenn Polizisten verzweifeln" beschäftigt sich die aktuelle Titel-Geschichte der Deutschen Polizei in ihrer April-Ausgabe. DP-Autor Thomas Hestermann: Jährlich mehr als fünfzig Polizistinnen und Polizisten töten sich selbst, meist mit der eigenen Waffe und häufig auf der Dienststelle. Was bleibt, sind Trauer, Schuldgefühle und bleiernes Schweigen. Experten fordern seit langem, das Schweigen zu brechen. Die hessische Polizei gab inzwischen ein Faltblatt mit Tipps und Adressen für alle Polizeibeschäftigten heraus. In Niedersachsen helfen Beraterinnen und Berater bereits im Vorfeld von Krisen. Bundesweit arbeiten Fachleute an neuen Hilfsangeboten. (......)"

Ausgabe 03/2006

„Wir kennen die schrecklichen Bilder aus Kriegs- und Bürgerkriegsregionen: Für uns alle unfassbar gibt es noch immer systematische Verfolgungen und Vertreibungen, Mord an Tausenden von Menschen und Menschenrechtsverletzungen, teilweise als Folge jahrhundertealter Konflikte, die nicht gelöst sind. Die Bundesrepublik Deutschland setzt sich international für die friedliche Lösung von Konflikten ein. Doch leider sind kriegerische Handlungen und Völkermord oft nur durch den Einsatz bewaffneter Streitkräfte zu stoppen. Dies allein kann aber ein friedliches Zusammenleben der Konfliktparteien nicht auf Dauer sichern. Parallel müssen zivile Strukturen aufgebaut werden, die ein sicheres Zusammenleben der Menschen ermöglichen. Für diese Aufgabe werden auch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte benötigt, die mit ihrem Wissen und Können helfen, Sicherheit zu garantieren und eine lokale Polizei aufzubauen“, schreibt Dieter Wehe, Vorsitzender der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Internationale Polizeimissionen; „Einsatz im Ausland“, die Titelgeschichte der März-Ausgabe Deutsche Polizei.

Ausgabe 02/2006

Ein Urteil ist schnell gefällt: Wer arm ist, kann sich immer weniger Bildung leisten, Sitten und Moral verfallen und dann gleiten viele in die Kriminalität ab. Oder anders herum, wer nicht in Bildung investiert, hat am Arbeitsmarkt kaum Chancen, verarmt und gleitet dann in die Kriminalität ab. Was ist dran an diesem Bild? Wo müsste Prävention beginnen, um einen möglichen Kreislauf zwischen Armut, Bildung und Kriminalität zu durchbrechen? Haben Präventionsbeamtinnen und -beamte Möglichkeiten sich einzuschalten? Dr. Bettina Paul, vom Institut für Kriminologische Sozialforschung betrachtet Ergebnisse jüngster Forschungen. Der DP-Februar-Titel: Ohne Geld und Bildung eher kriminell?

Ausgabe 01/2006

"Psychische Belastungen und Stress im Polizeidienst – Runter vom Stresskarussell" ist das Thema der ersten Ausgabe im Jahr 2006. Dass Stress krank machen kann, weiß jedes Kind. Dass er aber in der westlichen Welt inzwischen als Gesundheitskiller an erster Stelle steht, ist speziell im Bereich öffentlicher Dienst noch nicht bis zu jedem vorgedrungen. Wie sonst wäre zu erklären, dass es zwar gesetzliche Regelungen gibt, auch die Stressproblematik in den Arbeitsschutz zu integrieren, aber bislang nur 20 Prozent der Dienststellen mit entsprechenden Erhebungen reagierten, dass Personalräte, wenn sie in diesem Punkt tätig werden, mit Unverständnis zu rechnen haben oder schlichtweg nur belächelt werden. Aber es ist auch in unserer hoch komplizierten Welt und im polizeilichen Dienst möglich, Stress und seine Auswirkungen in Grenzen zu halten. Wenn man wirklich will.