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Start der Online-Wache

Bremer GdP-Chef Kopelke: zusätzliche Anzeigen sind zusätzliche Belastungen

Bremen.

Die ab heute bestehende Möglichkeit, Anzeigen online bei der Polizei Bremen aufgeben zu können, ist aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein wichtiger Schritt modernen Polizeiservice im Internet zu bieten. Die GdP weist aber darauf hin, dass durch die Online-Wache weder Personal, noch Ressourcen bei der Polizei gespart werden können und zusätzliche Belastungen der Fall sein werden.

Aktenberge werden größer, Belastungen nehmen zu

„Neue Möglichkeiten, Straftaten anzuzeigen, führen auch zu mehr Anzeigen und mehr Arbeit für die Polizei“, kommentiert der GdP Landesvorsitzende Jochen Kopelke den Start der Online-Wache. Aus Sicht des Landesvorsitzenden ist der Schritt ins Internet aber richtig.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Belastung im Ermittlungsbereich der Polizei mit Sorge. Nicht nur die Aktenberge werden größer, sondern auch die einzelne Belastung der Sachbearbeiter nimmt zu. „Der Druck im Ermittlungsbereich auf unsere Kolleginnen und Kollegen steigt zunehmend“, mahnt Kopelke.

Die Polizei ist durch eine sehr große Aktenhalde, eine Vielzahl an Sonderlagen und bestimmten neuen Kriminalitätsphänomenen extrem gefordert. Mit Blick auf die Polizeireform fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) daher weiterhin mit der Polizei Reform 2.600 der Arbeitsverdichtung entgegen zu wirken und bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Die Zielzahl 2600 reicht aus Sicht der GdP nicht mehr, mehr Stellen müssen geschaffen werden.