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GdP zu Aachener Vereinbarung

Malchow: Ermittlungsdruck auf Einbrecherbanden muss massiv erhöht werden

Foto: © Bernd Kasper - http://www.pixelio.de
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Berlin.

Als weiteren Schritt in die länderübergreifende europäische Kriminalitätsbekämpfung hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Aachener Vereinbarung bezeichnet. „Angesichts der im letzten Jahrzehnt bundesweit massiv angestiegenen Zahl von Wohnungseinbrüchen ist dies ein Schritt, um Fahndungs- und Ermittlungsdruck auf die zumeist reisenden Einbrecherbanden zu erhöhen", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Montag in Berlin.

Rückzug in Ruheräume erschweren

Der Polizei würden hiermit über Ländergrenzen hinweg operative Ermittlungsmöglichkeiten gegeben, um diese Straftäter besser aufzuspüren und zu verfolgen. Um den Banden besser Herr zu werden, muss die Strafverfolgung genauso beweglich werden, wie es die Täter seit Jahren sind", so der GdP-Chef.

Voraussetzung hierfür sei der Austausch der Polizeibehörden über die Erkenntnisse zu Tätern, Vorgehensweise, Bandenstrukturen und Kriminalitäts-Brennpunkten. Damit würde, so Malchow weiter, den Straftätern zugleich der Rückzug in Ruheräume erschwert werden.

Diese polizeiliche Zusammenarbeit und die angestrebte Strafverschärfung in Deutschland sind Malchow zufolge wichtige Signale für eine verstärkte Einbruchsbekämpfung. Vor dem Hintergrund einer niedrigen Aufklärungsquote von etwa 15 Prozent sei es längst überfällig, in Deutschland Einbruch als Verbrechen einzustufen, sagte er. Die meisten Taten würden inzwischen von organisierten Banden – vor allem aus Osteuropa – verübt, und nicht mehr von Gelegenheitstätern oder Jugendlichen. „Wir brauchen deshalb mehr Möglichkeiten, Täter zu verfolgen, etwa mit der Auswertung von Telekommunikationsverbindungen“, sagte Malchow. Dafür müsse der Strafrahmen geändert werden. Einen entsprechenden Vorstoß habe das Bundesinnenministerium gemacht, dies müsse schnell Gesetz werden.