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3. Tarifrunde für den öffentlichen Dienst

Tarifgespräche gehen weiter - Spitzen sitzen seit Freitagvormittag wieder zusammen

Die stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Kerstin Philipp (Bild links, 2.v.r.), für Tarifpolitik zuständiges Mitglied im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand, unterrichtete die GdP-Bundestarifkommission über das Angebot der Arbeitgeber. Fotos: Holecek
Die stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Kerstin Philipp (Bild links, 2.v.r.), für Tarifpolitik zuständiges Mitglied im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand, unterrichtete die GdP-Bundestarifkommission über das Angebot der Arbeitgeber. Fotos: Holecek
Berlin.

Die Tarifparteien sitzen seit Freitagvormittag in Potsdam wieder zusammen. Die Spitzenvertreter der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ringen in den Gesprächen mit den Verhandlungsführern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) um spürbare Gehaltserhöhungen der Beschäftigten. Mit lautstarkem, buntem und kreativem Protest hatten Demonstrantinnen und Demonstranten der Gewerkschaft der Polizei (GdP) aus den Landesbezirken Nordrhein-Westfalen (NRW), Brandenburg, Berlin sowie dem solidarischen Bezirk Bundespolizei am Donnerstag die TdL-Verhandlungsführer am Verhandlungsor zur womöglich entscheidenden Runde der Tarifverhandlungen "begrüßt". Vor Ort sind der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow, der in der sogenannten Spitze für die Gewerkschaftsseite mitverhandelt, als auch seine für Tarifpolitik im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand verantwortliche Stellvertreterin, Kerstin Philipp. Mehrere Stunden saßen Arbeitgeber und Gewerkschaften zusammen. Es wurde über viele Details gesprochen. Die Gespräche mit den Arbeitgebern waren am Abend unterbrochen worden. Die Beratungen in den Gewerkschaftsgremien dauern an.

Sprudelnde Steuereinnahmen der öffentlichen Hand!

Die Spitzenrunde der Tarifverhandlungen, darunter ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske (r.), ver.di-Vorstand Wolfgang Pieper, GdP-Chef Oliver Malchow (m.) und die Arbeitgebervertreter unter Führung des niedersächsischen Finanzministers Peter-Jürgen Schneider (l.), neben ihm Sachsens Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland (2.v.l.). Foto: Holecek
Die Spitzenrunde der Tarifverhandlungen, darunter ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske (r.), ver.di-Vorstand Wolfgang Pieper, GdP-Chef Oliver Malchow (m.) und die Arbeitgebervertreter unter Führung des niedersächsischen Finanzministers Peter-Jürgen Schneider (l.), neben ihm Sachsens Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland (2.v.l.). Foto: Holecek
Fahrt aufgenommen hatte indes nicht nur der aus NRW angefahrene GdP-Demo-Bus, sondern auch die Warnstreikaktionen der öD-Gewerkschaften in den letzten zwei Wochen. „Für spürbare Gehaltserhöhungen unserer Kolleginnen und Kollegen ist angesichts sprudelnder Steuereinnahmen der öffentlichen Hand genug Geld vorhanden. Die ständig von den Politikern gewürdigte Arbeit vieler Behörden und Ämter muss sich nunmehr auch im Geldbeutel niederschlagen“, erklärte Malchow in Richtung der Länder-Arbeitgeber, noch bevor es an den Verhandlungstisch ging.

Nach bundesweiten massiven Warnstreiks mit Zehntausenden Teilnehmern, darunter viele Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei (GdP), hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber am Donnerstag zum dritten Verhandlungstermin eingefunden.

Da die Arbeitgeber bislang nichts Konkretes auf den Tisch gelegt haben, fordern die Gewerkschaften endlich ein verhandlungsfähiges Angebot, wie der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow vor Beginn in Potsdam bekräftigte.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde 2017 der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent.

Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

In den Tarifverhandlungen vertritt die mit 180.000 Mitgliedern weitaus größte deutsche Arbeitnehmervertretung der Polizei rund 16.000 in der GdP organisierte Tarifbeschäftigte bei den Länderpolizeien.

Immpressionen der dritten Runde der Tarifverhandlungen in Potsdam (Fotos: Holecek)

Die Mitglieder der GdP-Bundestarifkommission beraten den bisherigen Verlauf der Verhandlungsrunde. Fotos: Holecek
Die Mitglieder der GdP-Bundestarifkommission beraten den bisherigen Verlauf der Verhandlungsrunde. Fotos: Holecek