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GdP verlangt Sicherheitskonzept für Mitarbeiter des Ordnungsamtes

Ständige Übergriffe auf die Beschäftigten müssen Ende haben!

Berlin.

Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist eine Diskussion darüber, ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes in zivil oder Uniform ihren Dienst versehen sollen, verfehlt. „Ein solcher Vorschlag geht völlig am Kernthema vorbei“, sagte Manuela Kamprath, Vorsitzende der Bezirksgruppe LABO der Gewerkschaft der Polizei Berlin.

„Bevor sich Politiker wie die Senatoren Heilmann und Henkel Gedanken um die Bekleidung der Ordnungsamtsbeschäftigten draußen machen, sollten sie sich erst einmal um deren Sicherheit Gedanken machen. Das ist viel wichtiger!“

Es verginge kaum ein Tag, so Kamprath weiter, an dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungsämter nicht von den Bürgern angepöbelt, bespuckt oder gar angegriffen würden. Das dürfte der Senat nicht länger stillschweigend hinnehmen, sondern müsse endlich Gegenmaßnahmen ergreifen. Die Beschäftigten fühlten sich im Stich gelassen mit ihren Problemen. „Der Senat als Arbeitgeber ist hier in der Pflicht, er muss sich um seine Beschäftigten sorgen und dies auch öffentlich zeigen. Die GdP fordert deshalb ein Sicherheitskonzept für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“

Manuela Kamprath schlägt vor, einem solchen Konzept eine Erhebung unter den Beschäftigten vorauszuschicken, um die Stimmungslage und die Problemfelder zu erfassen. „Die Politiker werden sich wundern, wie tief der Frust im Ordnungsamt sitzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter warten darauf, dass der Senat etwas für sie bewegt. Polizei als Begleitschutz mitzuschicken – das kann und darf keine Dauerlösung sein!“
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