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GdP-Fachtagung Zuwanderung

Gestern fand die erste von unseren geplanten Fachtagungen zum Thema Zuwanderung statt. Nach den Grußworten des Innenministers, Karl-Heinz Schröter und dem Polizeivizepräsident, Roger Höppner, beleuchteten wir mit unseren Gästen, dem Islamismusexperten Ahmad Mansour, Olaf Berlin, Abteilungsleiter Staatsschutz / Terrorismusbekämpfung im LKA, dem Leiter der Zentralen Ausländerbehörde, Frank Nürnberger und der Leiterin Prävention der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, Susanne Heinrich, die unterschiedlichen Bereiche dieses umfangreichen Themas.

In einem Aktuellen Lagebild gab Olaf Berlin einen Überblick über die Entwicklung der Straftaten in Bezug auf Zuwanderung und islamistischen Terrorismus, die unterschiedlichen Flüchtlingsrouten und Flüchtlingsgruppen, die derzeitigen Gefährderpotentiale, Verflechtungen zur Organisierten Kriminalität und die Bekämpfungsansätze.
Ahmad Mansour thematisierte in seinem Vortrag die Radikalisierungstendenzen in der von ihm genannten „Generation Allah“. Das Problem sei vor allem die große Gruppe an meist jungen Menschen, die einen undifferenzierten Umgang mit dem Islam haben und sich von einer Propaganda, die Jugendkultur mit Sehnsüchten nach Anerkennung, Kameradschaft und festen Strukturen verbindet, beeinflussen und radikalisieren lassen. Hier müssten dringend Gegenalternativen, besonders in den Sozialen Medien, geschaffen werden.

Der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde, Herr Nürnberger, stellte in seinem Vortrag die Arbeit seiner Behörde vor. Die Sozialarbeit ist dabei eine große Aufgabe, um Integration zu fördern, Konflikte zu vermeiden und auch Radikalisierung vorzubeugen.

Um die Verbesserung von Integration, die Reduzierung von Straftaten und die Akzeptanz von Rettungsdiensten und Polizei geht es auch in dem Präventionskonzept „Sicheres Flüchtlingsheim“ vom Landkreis Dahme-Spreewald, der dortigen Polizeiinspektion des Amtsgerichtes Königs-Wusterhausen. Die Leiterin Prävention der PI, Frau Heinrich, stelle das Konzept vor und erläuterte, wie durch eine Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen eine Verbesserung in den genannten Bereichen erzielt werden konnte.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde dann unter anderem darüber diskutiert, wie Polizei gegenüber Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund auftreten soll und wie man bei der derzeitigen dünnen Personaldecke Bereiche beispielsweise beim Staatsschutz verstärken kann, wenn jede Verstärkung eines Bereichs, Lücken in einen anderen Bereich reißt.

Wir danken unseren Referenten für die interessanten Vorträge und freuen uns auf die nächste Veranstaltung am 12. Oktober an der Fachhochschule in Oranienburg.

Interessenten können sich dafür hier anmelden.