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GdP vor Ort

Einsatz in Stuttgart

Eberdingen/Stuttgart.

Der GdP-Bezirksgruppenvorsitzende des PP Einsatz, Uli Müller, sowie der stellv. Landesvorsitzende der GdP Baden-Württemberg, Andreas Heck, machten sich selbst Samstagnacht in Stuttgart ein Bild von der aktuellen Lage vor Ort.

Oberbürgermeister Kuhn sprach in der Pressekonferenz von letzter Woche von einer in normalen Zeiten herrlichen Atmosphäre rund um das Neue Schloss. Ein Eindruck, den wir am Samstag nicht bestätigen konnten. Andreas Heck: „Was ich vor Ort gestern Nacht erlebt habe ist schwer zu beschreiben. Mehrere Hundert junge Menschen hielten sich am Eckensee, vor dem Schloss und an der Freitreppe auf. Hauptsächlich soziale Randgruppen, davon sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund, viele erheblich alkoholisiert und eben nicht Personengruppen der vielzitierten „Eventszene“.

Immer wieder kam es zu verbalen Provokationen aus dieser Menschenmenge gegenüber den eingesetzten Kolleginnen und Kollegen. Diese wurden von den Einsatzkräften mit einer Engelsgeduld ertragen.

Deutlich zeigte sich eine latent aggressive Stimmung, sichere Personenkontrollen waren nur im Gruppenrahmen durchführbar. Ein Zustand der nicht hinzunehmen ist. Eine ungewohnte Stimmung an einem eigentlich normalen Samstagabend, die ich auf diese Art und Weise zuvor noch nie erlebt habe.

Dieser große Kräftebedarf kann so sicherlich in den nächsten Wochen nicht aufrechterhalten werden. Kolleginnen und Kollegen, die bis zu 4 Nachtdienste in Folge oder auch bis zu 75 Stunden in der Woche im Einsatz sind, das ist sicherlich auf Dauer nicht tragbar.

Hier muss die Stadt Stuttgart gemeinsam mit dem Land im Rahmen einer Sicherheitspartnerschaft schnellstmöglich geeignete Maßnahmen, wie z.B. das komplette Ausleuchten der Örtlichkeiten, Alkohol- und Aufenthaltsverbote sowie geeignete Videoüberwachung, treffen.

Weiterhin muss neben einer Verbesserung der Ausrüstung der taktischen Einheiten, u. a. mit einem EMS (Einsatz-Mehrzweckstock), auch den stehenden Einheiten im Land eine angemessene monetäre Erschwerniszulage zugesprochen werden.“

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen für ihre hoch professionelle Arbeit!
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