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Gemeinsame Resolution von Frauen, Jugend und Senioren in der Polizei:

POLIZEI STÄRKEN

Personengruppenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei in Stuttgart

Die Delegierten der Personengruppenkonferenzen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Landesbezirk Baden-Württemberg e.V., haben am 20. Januar 2016 in Stuttgart, in Anbetracht der zunehmenden Verunsicherung der Bürger in Deutschland und der schwierigen Aufgabenbewältigung durch die Polizei beschlossen, mit dieser Resolution alle Kräfte in unserer Gesellschaft aufzurufen, sich für deutliche Verbesserungen einzusetzen.

Landesvorsitzender Rüdiger Seidenspinner bei der offiziellen Eröffnung der Personengruppenkonferenzen:
„Es ist die bunte Vielfalt an Fachwissen, geprägt durch die unterschiedlichsten beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten dieser Personengruppen, die sie als nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Gewerkschaft auszeichnet.“
Einen Tag lang diskutierten die Delegierten über eine Vielfalt an gewerkschaftlichen Themen. Seidenspinner: „Gerechte Bezahlung, Überstundenreduzierung, gesundheitsschädliche Arbeitszeiten, mangelhafte Ausstattung und geringe Wertschätzung durch die politisch Verantwortlichen. Diese Themen gehören zwischenzeitlich leider zu unserem Alltagsgeschäft.“
Und dennoch zieht sich in diesem Jahr ein Thema wie ein roter Faden durch alle drei gleichzeitig stattfindenden Konferenzen:
Die zunehmende Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und die immer schwieriger werdende Aufgabenbewältigung durch die Polizei. „Polizei stärken“, lautet die bewusst mehrdeutig zu verstehende Forderung einer gemeinsamen Resolution aller drei Gruppierungen.

Verena Keppler, Polizeibeamtin beim Polizeipräsidium Stuttgart, ist die neue Landesjugendvorsitzende der GdP in Baden-Württemberg:
„Immer weniger qualifizierte junge Menschen entschließen sich zu einer Ausbildung bei der Polizei. Dieser Beruf ist für Nachwuchskräfte an Attraktivität kaum noch zu unterbieten.

Da hilft weder gegenseitiges Schulterklopfen der amtierenden Politiker noch die endlosen Versprechungen derer, die in wenigen Wochen politische Verantwortung übernehmen wollen. Alle zusammen tragen sie die Verantwortung für das, was hier in unserem Land passiert.“

Judith Kümmerle-Heck aus Ludwigsburg fordert im Namen der Frauen in der GdP die Verschärfung des Sexualstrafrechts und die konsequente Ausschöpfung des bereits vorhandenen Strafrahmens.

„Es muss klar sein, dass ein NEIN einer Frau ein NEIN ist!

Sexuelle Übergriffe, auch ohne Gewaltanwendung, Nötigung oder Bedrohung müssen grundsätzlich strafbar sein und dürfen nicht als ‚Bagatelldelikt‘ eingestellt werden, auch wenn sie unter Ausnutzung eines Überraschungsmoments erfolgt sind“.

Der wiedergewählte Landesseniorenvorsitzende, Werner Fischer aus Freiburg zeigt sich bestürzt:
„Es ist einfach unerträglich, wenn man den zunehmenden ‚Verfall‘ der Stellung der Polizei in unserem Lande mit ansehen muss. Einer Polizei, die wir Senioren mit aufgebaut und gestaltet haben und die hohes Ansehen in der Bevölkerung erworben hat. Wir stehen deshalb mit großer Solidarität unseren aktiven Kolleginnen und Kollegen zur Seite.“
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