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Polizeireform 2600

GdP fordert weiterhin Beteiligung ein

Polizei soll schneller, überlegener und zuverlässiger werden

Bremen.

Heute stellte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) und der neue Abteilungsleiter Lutz Müller das geplante Konzept der Polizei Reform 2600 vor. Sowohl dem Begleitausschuss der Reform, als auch der Innendeputation wurden so erstmals konkrete Vorschläge zur zukünftigen regionalen Polizeiarbeit in der Stadt Bremen vorgestellt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) war an der Erabeitung dieses Konzepts nicht beteiligt und fordert weiterhin Beteiligung ein. In den nun beginnenden Beteiligungsprozess in der Stadt wird die GdP einbringen.

Personelle Verstärkung für die Notrufeinsätze und schlagkräftigere Kriminalitätsbekämpfung

"Die Anforderungen im Einsatzbereich und in der Kriminalitätsbekämpfung sind deutlich erhöht und die Zahl der Notrufe ist um 15 Prozent gestiegen", sagte Mäurer. Die Klientel, mit der es die Polizei zu tun habe, sei aggressiver geworden und die Organisierte Kriminalität, Konflikte unter Großfamilien sowie die Wohnungseinbruchs- und Straßenkriminalität würden viele Kräfte binden. Außerdem würde der Zuzug von Tausenden von Flüchtlingen die Polizei vor gänzlich neue Aufgaben stellen. Von zentraler Bedeutung sei zudem die Bedrohung durch den Terrorismus, dem man unter anderem dadurch begegne, dass der Staatsschutz der Bremer Kripo im vergangenen Jahr massiv verstärkt worden sei."

Innensenator dankt engagierten Polizisten

Innensenator Mäurer bedankte sich ausdrücklich für den großen Kraftakt, den die Führungskräfte sowie die Vielzahl engagierter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Polizei bei der Entwicklung des Konzeptes in den vergangenen Monaten vollbracht hätten. Zugleich wies er darauf hin, dass dies erst der erste Schritt sei. Mäurer: "Die eigentliche Aufgabe wird darin bestehen, die Beiräte und die Bürgerinnen und Bürger von dem Konzept der Projektgruppe zu überzeugen. Der Innensenator: "Wenn wir die Kriminalität schlagkräftiger als bisher bekämpfen und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verbessern wollen, müssen wir die Polizeiarbeit in einigen entscheidenden Bereichen neu aufstellen."

Reform muss Arbeitsverdichtung entgegen wirken

Die vielen unterschiedlichen Herausforderungen der Polizei sind zu groß, die Personalsituation zu angespannt und die professionelle Arbeit der Polizei in Gefahr. „Wir Polizisten sind am Limit“, so der GdP Vorsitzende Jochen Kopelke. Ziel dieser neuen Reform muss auch sein, der Arbeitsverdichtung entgegen zu wirken und bessere Arbeitsbedingung zu schaffen. „Aufgabenkritik und eine Reform, neben den täglichen Polizeieinsätzen und Sonderlagen ist ein Kraftakt für uns Polizeibeschäftigte“, meint Kopelke.


Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) als größte Interessenvertretung für Polizeibeschäftigte fordert ein, bei dieser Reform umfassend beteiligt zu werden.





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Konzept zur zukünftigen Ausrichtung der Polizei Bremen
Ergebnisse der Polizeireform 2600
Stand 28.02.2017