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Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst

2,8 Prozent zum 1.12.2022

Bremen.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge betrachtet die Gewerkschaft der Polizei im Landesbezirk Bremen den heute zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vereinbarten Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften konnten den Vorstoß der öffentlichen Arbeitgeber hinsichtlich schlechterer Eingruppierungsbedingungen der Beschäftigten zwar abwehren aber nur eine recht späte Tariferhöhung von 2,8 Prozent erreichen. Sie bleibt damit vom Volumen her hinter den Abschlüssen anderer Branchen zurück.

Etwas zufriedener dürften die Mitglieder auf die Zahlung einer einmaligem steuerfreien Corona-Prämie von 1300 Euro netto, sowie bei den Auszubildenden von 650 Euro netto, blicken. „Der Abstand zu allen bei den Kommunen (TVÖD) beschäftigten Kollegen und Kolleginnen, wie beispielsweise in Bremerhaven, wächst damit weiter“, verweist der für den Tarifbereich zuständige stellvertretende GdP-Landesvorsitzende, Oliver Thies, auf die ungleiche Bezahlung für gleiche Tätigkeiten des Öffentlichen Dienstes innerhalb des Landes Bremen.

„Solche Abschlüsse fördern den Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst weiter. Schon heute gelingt es zum Beispiel nicht, ausgewiesene Expert:innen an die Sicherheitsbehörden zu binden, weil sie anderswo deutlich mehr verdienen“, spart auch der GdP Landesvorsitzende, Lüder Fasche, nicht mit Kritik.

Etwas Gutes hat der Abschluss Fasches Meinung nach aber auch noch: „Der zeit- und inhaltsgleichen Übernahme des Ergebnis für Beamte und Versorgungsempfängerinnen, dürfte bei dieser moderaten Erhöhung nichts im Weg stehen. Herr Bovenschulte kann das uns gegebene Versprechen locker einhalten und bei den prozentualen Erhöhungen endlich wieder die Zulagen als festen Einkommensbestandteil mit einbeziehen.“
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