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GdP lehnt Überführung der Beamtenschaft in die gesetzliche Krankenkasse ab

Heinfried Keithahn, stellvertretender Vorsitzender in Bremen, lehnt die Überführung ab: "Für Polizeibeamte kommt eine solche Überführung nicht in Frage!"

Berlin / Bremen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) weist Vorschläge von sich, Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung zu überführen.

Milchmädchenrechnung

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Die in der Bertelsmann-Studie aufgestellte Behauptung, die öffentliche Hand würde um 60 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 einsparen, ist eine Milchmädchenrechnung. Wie immer, wenn Vergleiche zwischen dem System der Beamtenbesoldung und anderen Systemen gezogen werden, hinken sie so stark, dass sie kaum noch laufen können.“
Die Rechnung der Stiftung, mit der offenbar einige Politiker liebäugeln, enthält viele Unbekannte. So zum Beispiel die unweigerlich mittel- und langfristig steigenden Beitragssätze für die gesetzlich Versicherten, allein durch die Alterspyramide im Beamtenbereich. Meldungen, nach denen sich DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach für eine Versicherungspflicht für Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesprochen haben soll, wies Malchow zurück: "Wir haben ganz im Gegenteil nach einer ausführlichen Diskussion im DGB festgestellt, dass nur ein System infrage kommt, das sowohl die Wahlfreiheit als auch gleiche Leistungen ohne finanzielle Nachteile für Beamte garantiert.“


Heinfried Keithahn, stellvertretender Landesvorsitzender in Bremen, lehnt die Überführung ebenfalls ab. "Für Polizeibeamte kommt eine solche Überführung nicht in Frage!" Er schließt sich der Meinung des GdP Bundesvorsitzenden Oliver Malchow an.

Studie der Bertelsmann Stiftung vom 10.01.2017

Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte würde Bund und Länder um 60 Milliarden Euro entlasten

Geht es um Gesundheit, ist Deutschland zweigeteilt: Während alle Arbeitnehmer verpflichtet sind, sich gesetzlich krankenzuversichern, nutzen neben Selbstständigen vor allem Beamte die private Krankenversicherung. Wäre die gesetzliche Krankenversicherung auch für die Staatsbediensteten Pflicht, könnten Bund und Länder bis 2030 rund 60 Milliarden Euro einsparen und die Beiträge für alle gesetzlich Versicherten sinken.
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2017/januar/gesetzliche-krankenversicherung-fuer-beamte-wuerde-bund-und-laender-um-60-milliarden-euro-entlasten/

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