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"Polizeibeamte sind keine Bastarde!"

Der HSV hat ein Gewaltproblem

Auch Fussballarenen sind keine rechtsfreien Räume - A.C.A.B erfüllt den Straftatbestand der Beleidigung!

Hamburg.

Erschreckende Bilder anlässlich des Bundesligaspiels HSV - FC Bayern München. Ein nicht zu tolerierender Gewaltausbruch sog. HSV-Anhänger gegen eingesetzte Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Polizei. Eins steht fest: Angriffe auf Polizeibeamte sind inakzeptabel. Polizeiliches, aber vor allem rechtsstaatliches Einschreiten, kann niemals Provokation sein.

Zum wiederholten Mal in dieser Saison mussten sich Polizeikräfte gegen gewaltfanatische Straftäter stellen, um die Rechtsordnung zu wahren. Der Preis, den die Kolleginnen und Kollegen dafür zahlen, ist hoch. Erneut hat die Hamburger Polizei Verletzte zu beklagen, die zunächst nicht dienstfähig sind.

Inzwischen scheint es zur Regelmäßigkeit zu werden, dass Gewalt durch "Fans" des HSV ausgeübt wird: Teile der HSV-Anhänger gingen auf die eigene Mannschaft los, eine unfassbare Aggressivität anlässlich des letzten Heimspiels gegen den FC Bayern.

Sogenannte Fangruppen proklamieren für sich ein Revierverhalten, das auch vor der Begehung von Straftaten nicht Halt macht. Dabei ist ausdrücklich klar, dass es rechtsfreie Räume nicht geben kann. Dies muss auch im Interesse des Veranstalters einer Bundesligabegegnung sein.

Mehrfach hat die GdP Hamburg auf das A.C.A.B.-Problem hingewiesen, was nach ständiger Rechtsprechung als Straftat qualifiziert wird. Abgesehen von der Menschenverachtung, die seitens der "Fans" der Hamburger Polizei entgegengebracht
wird, ist auch dieser Umstand nicht wegzudiskutieren: Der HSV hat es weder geschafft, sich deutlich von der Gewalt zu distanzieren, noch gegen A.C.A.B.-Symbolik vorzugehen.

Die GdP Hamburg erwartet eine deutliches und umgehendes Zeichen des Hamburger SV gegen Gewalt durch ihre sogenannten Fans und Unterstützer.

Gerhard Kirsch, Landesvorsitzender der GdP Hamburg dazu:
„Fußballarenen und deren Umfelder sind keine rechtsfreien Räume für kriminelle Gewalttäter und Polizeibeamte sind keine Bastarde!
Wer solche Transparente aufhängt, handelt bewusst menschenverachtend. Ich erwarte, dass sich der HSV eindeutig von den Gewalttätern distanziert und entsprechende Konsequenzen zieht. Denn diese Menschen sind keine Unterstützer - sie zerstören
den Verein und den Fußballsport!“

Gerhard Kirsch weiter:
„Die Gewaltausübung durch einen kleinen Teil der Fußballfans ist ein weiter aufwachsendes Problem. Die Zeit der langen Diskussionen ist vorbei! Konsequentes rechtsstaatliches Vorgehen steht genauso auf der Tagesordnung wie die konsequente Ausgrenzung dieser Straftäter durch die Vereine!“

Der Landesfachbereich Schutzpolizei