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Ausbildung in der Hamburger Polizei

Akademie vor dem Kollaps?

Die vielen dringend erforderlichen Neueinstellungen zwingen dazu, die Akademie der Polizei den neuen Verhältnissen anzupassen.

Die Kolleginnen und Kollegen der Akademie haben in den letzten Monaten gemeinsam eine zukunftsfähige Aus- und Fortbildungsorganisation entwickelt, die nun aus unerfindlichen Gründen nicht umgesetzt wird. Beispielhaft sei hier die neue Abteilung „Berufspraktische Aus-und Fortbildung“ genannt, die in der Neuorganisation neben der Ausbildung des LA I die berufspraktische Ausbildung insbesondere der Direkteinsteiger an der Fachhochschule gewährleisten soll, um so die vom Vollzug bisher bemängelten Ausbildungsdefizite dieser Studierenden zu vermeiden. Genau dies Ziel ist nun durch die unbegreifliche Verzögerung der Organisationsreform konkret gefährdet.

Die GdP erwartet daher die unverzügliche Umsetzung der erforderlichen Organisationsverfügung für die Akademie!

Darüber hinaus gibt es aber weitere Problembereiche, die dringend einer Lösung bedürfen:
- Verzögerte Einstellungszusagen In Hamburg müssen Bewerberinnen und Bewerber bis zu 6 Monate auf die ärztliche Untersuchung warten, weil der PÄD es personell nicht bewältigt. Erst danach kann eine Einstellungszusage gegeben werden. In Schleswig-Holstein z. B. werden die Eignungstests sowie die ärztliche Untersuchung in wenigen Tagen erledigt.
Dies birgt für Hamburg die Gefahr, dass Bewerber sich während dieser unfreiwilligen Wartezeit für die Polizeiausbildung in anderen Bundesländern entscheiden. Auch hier ist dringend schnelle Abhilfe nötig, um die erforderlichen Einstellungen nicht zu gefährden!

- Finanzierung: Die für 2016 - 2023 vorgesehenen Neueinstellungen (knapp 2.000) sind bisher nicht finanziert. Es fehlt noch immer die politische Entscheidung. Bis zum Jahr 2023 werden mehr als 41 Millionen Euro benötigt – zuzüglich 10 Millionen Euro für zusätzliche Lehrkräfte, Ausstattungen und Raumkapazitäten.

Die GdP Hamburg fordert daher:
- Die Neuorganisation der Akademie ist sofort umzusetzen!
- Keine Finanzierung der Ausbildung zu Lasten der Berufsperspektiven!
- Sofortige Verstärkung des Ärztlichen Dienstes in geeigneten Räumlichkeiten!
- Sofortige Verstärkung des Lehr- und Ausbildungspersonals!
Der Innensenator wird aufgefordert, endlich seine „Hausaufgaben“ zu erledigen - die Kolleginnen und Kollegen der Akademie haben sie längst gemacht!