Zum Inhalt wechseln

Kampagne „AUCH MENSCH“ der JUNGEN GRUPPE der GdP


28.12.2015
Kampagne „AUCH MENSCH“ der JUNGEN GRUPPE der GdP:

“Polizei als Staatsvertreter verkommt zum Fußabtreter einer der Politik überdrüssig gewordenen Gesellschaft”


Gewalt gehört zum ständigen Begleiter im Berufsalltag von Polizistinnen und Polizisten: Dabei reichen die Angriffe von Beleidigungen über einfache und schwere Körperverletzungen bis zu Tötungsdelikten – unter Umständen nur wegen einer Verkehrskontrolle. Die Gewalt gegenüber Menschen in Uniform in Deutschland nahm der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge in den vergangenen fünf Jahren stark zu. Die 2011 erstmals in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) extra ausgewiesenen Zahlen, eine jahrelange GdP-Forderung, sprechen für sich: 62.770 Straftaten gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten im Jahr 2014 sind über 7.900 mehr als 2011. Deshalb sind die Inhalte der am Montag erneut gestarteten Kampagne „AUCH MENSCH – Polizei im Spannungsfeld“ der JUNGEN GRUPPE in der GdP aktueller denn je. Die öffentlichkeitswirksame Aktion geht 2016 ins fünfte Jahr.


Video zur Kampagne http://www.auchmensch.de/ >>>

Der GdP-Bundesjugendvorsitzende Kevin Komolka sagte in Berlin, „die Polizei als Vertreter des Staates verkommt immer mehr zum Fußabtreter einer der Politik überdrüssig gewordenen Gesellschaft. Der politische und gesellschaftliche Druck auf den Schultern unserer Kolleginnen und Kollegen nimmt stetig zu. Ein Hinterfragen polizeilicher Arbeit ist richtig, die deutsche Polizei unter Generalverdacht zu stellen aber nicht.“

Die Belastungsgrenzen der Kolleginnen und Kollegen seien längst überschritten. „Viele polizeiliche Leistungen sind kaum noch zu erbringen oder stehen bereits hinten an. Aufgaben wie Terrorismusbekämpfung, Ermittlungen im Internet, die Bewältigung der Flüchtlingssituation, Demonstrationsgeschehen, Begleitung von Fußballspielen – zum Teil bis in die untersten Ligen, sind aufgrund des Stellenabbaus in der Polizei nur noch mit größten polizeilichen Anstrengungen zu gewährleisten“, betonte Komolka. Prall gefüllte Überstundenkonten in Millionenhöhe und zu kurz kommende Pausen setzten schon lange nicht nur die Gesundheit der Polizistinnen und Polizisten, sondern auch ihre Beziehungen aufs Spiel.

Die Polizei als Repräsentant des Staates, als „Personifizierung des Systems“ werde immer wieder zur Zielscheibe. „Dabei vergessen die Täter scheinbar immer häufiger, dass es sich bei der Polizistin oder dem Polizisten auch um Menschen handelt“, sagte Komolka. „Der Respekt gegenüber der Polizei hat spürbar abgenommen.“

Download
: Zum Kampagnen-Flyer


Video zur Kampagne http://www.auchmensch.de/ >>>



Weitere Informationen:

Weitere Meldungen der GdP Niedersachsen zum Thema:
  • GdP fordert besseren Schutz von Polizeikräften
    Hannover: 01. März 2016 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen zeigt sich bestürzt über neuerliche Angriffe auf Polizisten und fordert besseren Schutz für Polizeikräfte.
    mehr >>>
  • Schmerzensgeld: Bund unterstützt Beamtinnen und Beamte
    Hannover: 01. März 2016 Beschäftigte der Polizei, von Job-Centern und anderen Behörden, die im Dienst Opfer von Gewalt wurden, haben oft Ansprüche auf Schmerzensgeld. Ist der Täter aber mittellos, steht der Anspruch nur auf dem Papier. Jetzt will der Bund auf Drängen der Gewerkschaften für Abhilfe sorgen. Die GdP fordert, dass Niedersachsen endlich nachzieht.
    mehr >>>
  • GdP: PKS 2015 – Licht und Schatten
    Hannover: 15. Februar 2016 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen muss zu der durch das Innenministerium kurzfristig vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik 2015 schlussfolgern, dass gerade in den Bereichen eine Deliktszunahme zu verzeichnen ist, die die Polizei massiv fordern wie die Einbruchskriminalität, Körperverletzungsdelikte, Cyberkriminalität, Erschleichen von Leistungen (Schwarzfahren), Kinderpornografie und die unerlaubte Einreise und der unerlaubte Aufenthalt. Sorgen bereitet der GdP weiter die nochmals gestiegene Zahl der Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte.
    mehr >>>
  • GdP: Vertrauen schaffen durch ausreichend Personal
    Hannover: 26. Januar 2016 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen sieht sich angesichts der Dunkelfeldstudie des Landeskriminalamtes (LKA) in ihrer Forderung nach zusätzlichen Stellen bestätigt.
    mehr >>>
  • GdP: Mehr Personal für handlungsfähigen Staat anstatt immer neue Strafnormen
    Hannover: 20. Januar 2016 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen sieht sich nach der aktuellen Plenardebatte zur inneren Sicherheit in ihrer Auffassung bestärkt, dass Rechtsverschärfungen oft unnötig sind. Neben Innenminister Boris Pistorius hatte sich unter anderem FDP-Fraktionsvize Dr. Stefan Birkner im Landtag zu diesem Thema geäußert und derartige Forderungen in Frage gestellt.
    mehr >>>
  • Gewerkschaft der Polizei fordert Fakten statt guter Worte
    Hannover: 19. Januar 2016 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen fordert den Landtag auf, umgehend mehr Geld in die Landespolizei zu investieren.
    mehr >>>
  • Neues Jahr: Neue und alte Herausforderungen - Weitere Gespräche und Aktivitäten
    Hannover: 08. Januar 2016 Ein Kommentar von Dietmar Schilff
    mehr >>>
  • Kampagne „AUCH MENSCH“ der JUNGEN GRUPPE der GdP:
    Berlin/Hannover: 28. Dezember 2015 “Polizei als Staatsvertreter verkommt zum Fußabtreter einer der Politik überdrüssig gewordenen Gesellschaft”
    mehr >>>

Ansprechpartner:

Bundesjugendvorsitzender Kevin Komolka
oder
Pressestelle des GdP-Bundesvorstandes in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin:
https://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/impressum