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Pyrotechnik in Fußballstadien? - GdP: Sicherheit hat Vorrang

Hannover.

Den Vorschlag von Innenminister Boris Pistorius (SPD), in bestimmten Bereichen innerhalb von Fußballstadien Pyrotechnik zuzulassen, hat die GdP mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Sie hält es nur für schwer vorstellbar, diese Idee umzusetzen.

„Die Sicherheit der Fußballfans, der Polizistinnen und Polizisten und der Sicherheitskräfte steht für uns absolut im Vordergrund“, betont der Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Die GdP, auch auf Bundesebene, kann nicht nachvollziehen, warum gerade zum jetzigen Zeitpunkt dieser Vorschlag gemacht wird.

Die Gefährlichkeit, vor allem der rund 2.000 Grad Celsius heißen Fackeln, ist unbestritten und schon aus diesem Grund kann es aus Sicht der GdP kein legales Anzünden dieser Gegenstände durch Fußballfans geben. Die Verwendung von Pyrotechnik innerhalb und außerhalb von Stadien muss verboten bleiben.


Es bestehe Gefahr durch Rauchentwicklung und giftige Gase, ergänzt Schilff. Die GdP hält es darüber hinaus für schwer vorstellbar, dass baurechtliche Bedingungen und Vorgaben ein kontrolliertes und geregeltes Abbrennen von Pyrotechnik in den Stadien ermöglichen. Sie gibt zudem zu bedenken, dass Pyrotechnik nicht mit Wasser gelöscht werden kann.


Derzeit ist es für die GdP kaum denkbar, dass sich Menschen, die Pyrotechnik zünden wollen, an Absprachen halten.



Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die mit Abstand größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten in Niedersachsen. Sie engagiert sich für ihre landesweit rund 14.500 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Polizei sowie auf dem Gebiet der Gesellschaftspolitik.

Die GdP hält es für nur schwer vorstellbar, Pyrotechnik in bestimmten Bereichen von Fußballstadien zu erlauben. Foto: AH

Die GdP hält es für nur schwer vorstellbar, Pyrotechnik in bestimmten Bereichen von Fußballstadien zu erlauben. Foto: AH