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Kreisgruppe Osnabrück: Toleranz und Integration durch Sport

Berührungsängste abbauen und Vertrauen aufbauen: In Osnabrück gelingt das durch Sport, genauer durch Judo. Mittlerweile seit fast zwei Jahren führt Polizeioberkommissar Sebastian Häfker mit seinem Sportkonzept „Faires Kämpfen für Toleranz und Integration“ Menschen mit deutscher Herkunft und Menschen mit Migrationshintergrund zusammen. Einmal pro Woche wird trainiert.

Ziel ist es, Vorbehalte zu überwinden und spielerisch Werte wie gegenseitigen Respekt, Anerkennung, Hilfsbereitschaft und interkulturellen Teamgeist zu vermitteln. Mittlerweile ist das Projekt an die Bürgerstiftung in Osnabrück angegliedert. Sebastian Häfker engagiert sich ehrenamtlich, weil er überzeugt ist, dass interkulturelles Zusammenleben funktionieren kann – auch wenn er im Dienst auch manches Mal das Gegenteil sieht. Mehr als 100 Menschen aus vielen verschiedenen Nationen haben inzwischen schon teilgenommen. Das Projekt stößt auf großes Interesse: So stellte bereits Innenminister Boris Pistorius in seinem Ministerium eine Bildergalerie aus. Der NDR zeigte im Juli einen Bericht in der Fernsehsendung „Hallo Niedersachsen“. Dieser ist unter diesem Link >>> zu sehen.

Dabei ist der Erfolg des Projektes letztlich der Beharrlichkeit des GdP-Vorstandsmitglieds der Kreisgruppe Osnabrück Ralf Vosgröne zu verdanken. Als im Januar 2015 ein neuer Judotrainer bei Ralf Vosgrönes Heimatvereins „SV Rasensport“ gesucht wurde, überredete er den Leistungssportler Sebastian Häfker, das Kindertraining zu übernehmen. Häfker sagte zunächst ab, weil er ungern sein eigenes Trainingspensum verkürzen wollte. Ralf Vosgröne aber ließ nicht locker. Auch als im Laufe der ersten Monate kaum neue Mitglieder am Judotraining teilnahmen, ermutigte der Personalratsvorsitzende seinem Schützling weiterhin. Mit der Zeit stieg das Interesse am Training. Sebastian Häfker sammelte Motivation und Erfahrung und entwickelte sein Konzept „Faires Kämpfen für Toleranz und Integration”.

Aktuell freuen sich Ralf Vosgröne und Sebastian Häfker über die Kooperation mit einem weiteren GdP-Mitglied: Tim Trappe, Vorsitzender des Kreisjudofachverbands und Trainer bei „Blau Weiß Hollage“, sorgte dafür, dass eine interkulturelle Wettkampfgemeinschaft mit Teilnehmern des Projekts “Faires Kämpfen” gebildet wurde. Sie errang bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften Weser-Ems auf Anhieb einen achtbaren 4. Platz. (Red.)

03.04.2017: Spielerisch Werte vermitteln und Berührungsängste ablegen: Sebastian Häfker trainiert mit Menschen deutscher Herkunft und vor allem auch mit Kindern mit Migrationshintergrund. Foto: Liza Dröge (Liza Graphics)

11.05.2017. Tim Trappe (links) sorgte dafür, dass eine interkulturelle Wettkampfgemeinschaft mit Teilnehmern des Projekts “Faires Kämpfen” gebildet wurde. Foto: Sebastian Häfker

19.06.2017. Menschen mit deutscher Herkunft und Menschen mit Migrationshintergrund trainieren nicht nur zusammen, sondern treffen sich z.B. auch bei Gartenfesten. Foto:Janet Wien (Janet Photography)

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